HERZLICH WILLKOMMEN BEIM      FREIHEITLICHEN LEHRERVERBAND!

 

 

Herr Minister – ist die Kinderimpfung alles, was Ihnen zum Thema Schule einfällt?

 

Kürzlich ist ein Brief an Pädagoginnen und Pädagogen im Namen von Bildungsminister Polaschek ergangen, ein weiterer an die Eltern. Das Hauptaugenmerk gilt der Impfung. Hier ein Auszug:

Dass COVID Diskussionen mit sich bringt, ist auch dem Umstand geschuldet, dass es nicht sofort auf alle Fragen klare Antworten gibt. So auch beim Thema Impfung. Wir wissen definitiv, dass die aktuelle Corona-Impfung den besten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf bietet. Der Großteil von Ihnen ist bereits geimpft. Wir alle haben die Entscheidung dafür als Erwachsene für uns selbst getroffen. Emotional schwieriger wird die Entscheidung für eine Impfung, wenn wir für unsere Kinder das Pro & Contra abwägen. Am 25. November 2021 hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer auch zur Impfung von Kindern ab fünf Jahren zugelassen. Auch das Nationale Impfgremium in Österreich empfiehlt die Schutzimpfung für die Altersgruppe. Impfangebote für Kinder und Jugendliche bestehen bereits in allen Bundesländern. In jedem Entscheidungsprozess ist es wichtig, sich gut informiert zu fühlen ….“.

Es folgt eine Auflistung von Institutionen, die für Informationen zum Thema Impfung kontaktiert werden können.

Ähnlich der Brief an die Pädagogen, mit einem kurzen Dank für ihre Arbeit als Krisenmanager, um dann wieder auf die Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen zu sprechen zu kommen. Das Thema „Bildung“ und „Bildungsrückstände“ wird auch hier nicht erwähnt.

„Sie sind es, die Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien durch die Pandemie begleiten! Sie sind es, die dabei auch noch Ihr eigentliches Tätigkeitsfeld mit Energie und Herzblut weiter ausüben: Sie bilden junge Menschen und bereiten Sie auf ein selbstbestimmtes Leben vor.“  

 

Dazu Folgendes: Im Moment ist von der Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben der jungen Menschen gar nichts zu spüren. Es geht ausschließlich um die Pandemiebewältigung durch ein Aufrechterhalten des aktuellen Chaos. Wie befürchtet! Das Einzige was Minister Polaschek bis jetzt für das Schulwesen getan hat, ist Fassmanns Verordnungen zu verlängern, ein nicht funktionierendes Testsystem in den Bundesländern zu reparieren zu versuchen und die Impfpropaganda weiterzuführen.

Nun haben wir den vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Mit dem Einführen einer Impfpflicht ab 01.02.2022, die verfassungsrechtlich und medizinisch äußerst umstritten ist, haben die - ach so geschätzten - Pädagogen ihre Wahlmöglichkeit verloren. Und das, obwohl mittlerweile Geboosterte ebenso wieder erkranken, eine Schutzwirkung bei Omnikron und der bereits existierenden Submutation nicht gegeben ist und Impfnebenwirkungen auch statistisch gesehen nicht mehr negiert werden können. Warum man trotz Impfpflicht nun auch noch die Kinder impfen muss ist nicht logisch. Und warum Lehrer aufgefordert werden, das zu forcieren, ebenso nicht. Mit der Milliarden-schweren Impflotterie hätte man Österreichs Klassenzimmer hundert Mal mit Luftfiltern und Plexiglaswänden ausstatten können – und damit die Maskenpflicht, das Dauertesten und die Impfungen ad acta legen können.

 

Aber in Wirklichkeit möchte man gar keine selbstbestimmten Menschen erziehen. In Wirklichkeit möchte man auch keine selbstbestimmten Lehrer…die Masken- oder „Maulkorb“pflicht steht symbolisch dafür.

 

 

 

 

 

 

Bildungsminister im Blindflug

Artikel von Mag. Reinhard Koller, Obmann des FLV Niederösterreich zur Änderung der Eignungsprüfungen und Lehrpläne an BAFEPs

 

Der Eisenbahngewerkschafter Haberzettel glänzte vor einigen Jahren mit der (sinngemäßen) Aussage, dass sich die Gewerkschafter einen Generaldirektor halten, der sowieso nichts zu sagen hat…

Ähnliches kommt einem in den Sinn, wenn man einige Vorgänge im Bildungsministerium beobachtet: Seit der „glorreichen“ Umstellung der Landesschulräte auf Bildungsdirektionen und der damit verbundenen Strukturänderung wurden die Länder anscheinend zu bloßen Befehlsempfängern degradiert und der Dialog mit den Betroffenen findet bestenfalls mit ideologisch vorsortierten Personen statt.

Ein unwesentlich erscheinendes Beispiel: Mitte Jänner wurde bekannt, dass die Eignungsprüfungen der BAFEPs reformiert würden. Bemerkenswert war dabei, dass auch höhere Beamte der Bildungsdirektionen erst aus den Medien darüber erfahren haben. Die großartige Reform ist natürlich billiger (Entfall der Prüfungsgebühren) und wieder einmal fadenscheinig begründet: Durch Wegfall der Bereiche Bewegung, Kreativität und Musik würde die Diversität gestärkt – eine durch keinerlei wissenschaftliche Evidenz belegte Behauptung.

Da ist die Aussage einer Kindergärtnerin (vor wenigen Tagen in Ö3) wohl stichhaltiger: Die schlechte Bezahlung und europaweit einzigartig große Kinderanzahl pro Gruppe hielten die durchaus interessierten männlichen Bewerber ab.

Fazit: Das Ministerium führt derzeit ein Eigenleben unabhängig von der aktuellen Frontfigur. Die Bereitschaft der Kommunikation mit den Betroffenen ist auf ein Minimum reduziert und beschränkt sich auf (ideologisch) genehme Personen.

 

Die Überarbeitung, Kompetenzorientierung und Semestrierung der Lehrpläne lässt Schlimmes erahnen: Anfangs noch unter Einbeziehung der ARGEs wird dies zunehmend in die Hände genehmer Einzelpersonen gelegt. Ein Bildungsminister mit Führungskompetenz agiert anders!   22.1.2022

 

 

 

Zum Jahresende – ein gewagter Blick zurück

 

Ein sehr bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Bildung stand ganz im Zeichen von Corona und man hatte sogar den Eindruck, sie hätte ihren Stellenwert verloren.

Egal, ob mehr als zwei Monate Lockdown im Stück, Unterricht mit FFP2-Masken für Schüler und Lehrpersonal sowie zwangsweise Massentestungen auch für Geimpfte, Eltern, die ihre Kinder vom Schulunterricht abmeldeten, aber als Alternativen auf illegale Lerngruppen zurückgriffen, Absage von allem, was zur Teambildung beiträgt, wie Schulveranstaltungen, Turnunterricht und Workshops durch Externe, Überbelastungen auf der Kinder- und Jugendpsychiatrie – das alles kannten wir bereits von 2020 – wurde aber 2021 um ein Vielfaches überboten.

Silvester 2020: wie groß war die Hoffnung und Zuversicht, dass 2021 alles besser werden würde mit der Impfung als Gamechanger.

Silvester 2021: es ist so schlimm, dass man sich das in den kühnsten Träumen nicht ausmalen hätte können. Der Staat spricht – das Volk muss kuschen, vor allem die kritischen Geister, die meinten, sich in einer Demokratie gegen die Impfung entscheiden zu dürfen. Weit gefehlt! Mit Zwang und Pflicht versucht man Menschen durch Ankündigung eines „ungemütlichen“ Herbst und Winter (Ex-Bundeskanzler Schallenberg) zu dem zu bewegen, was sich mittlerweile höchstens als Möglichkeit für einen „leichteren“ Verlauf im Fall einer Ansteckung entpuppt hat – gegen die aktuelle Mutation Omnikron möglicherweise nicht einmal das bewirkt. Angesichts dieser Anreihung von Widersprüchen, in Verordnungen und Gesetzte gegossen, dieses negativen Dauervibes, ist die Psyche jedes Individuums gefordert.

Als 3G am Arbeitsplatz überall eingeführt wurde, war das an Schulen bereits längst Alltag – ohne gewerkschaftliche Erregung zu erzeugen. Sicherheitsphase 1 – Normalphase – Sicherheitsphase 2 etc. – möglicher Lockdown – Angst – Frustration – Bildungsrückstände – bitte keine Leistungsfeststellungen – Notenwahrheit ausgehebelt – Matura heuer normal oder doch nicht und was meint der neue Bildungsminister dazu? – wir wissen es nicht!

Die Frage lautet eigentlich. Was ist normal??? Keiner kann es mehr sagen. Bald wird Abnormales zur Gewohnheit in jeder Hinsicht. Schütze dich vor deinem Gegenüber – wenn du nicht in die Schule gehen willst, bleib zuhause – Leistung ist egal, kommt ohnehin jeder durch – wenn wir alle zuhause bleiben, müssen die Lehrer Distance Learning anbieten – Schularbeiten werden geschrieben, wenn es uns passt (Schülersicht) – unser Recht ist es (Schüler- und Elternsicht) …. - Letztes Jahr gab es auch keine mündliche Matura und nur drei Klausuren – Beurteilung ausschließlich durch Mitarbeit ist zulässig usw. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.

Ich will die gesundheitliche Krise nicht hinunterspielen - zu ernst ist die Lage mittlerweile. Ob die Strategie, seit zwei Jahren von einem Lockdown in den nächsten trotz Massentestungen und extremen Hygienemaßnahmen zu tappen, richtig war – darin besteht wachsender Zweifel. Diesen haben in einem offenen Brief an die Ärztekammer 170 Ärzte zum Ausdruck gebracht, darunter Universitätsprofessoren und Schulärzte. Die Reaktion darauf – Aufruf zum Abschwören, Suspendierungen und Kündigungen. Man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt!

Was hat uns 2021 gezeigt? Der Wissenschaftsbegriff wird überstrapaziert und erlaubt keinen dialektischen Diskurs mehr. Nur mehr eine veröffentlichte Meinung – transportiert durch mediale Propaganda - zählt, Querulanten werden aus Kommissionen entfernt, Vernaderung und Lächerlichmachen von Vorschlägen der einzigen Opposition gegen die Maßnahmen, die Grund- und Freiheitsrechte bis in die Grundfesten erschüttern, ist politisches Alltagsgeschäft. Die Verzweiflung muss sehr groß sein, wenn man als einzige Möglichkeit eine Impfung mit mehrmaliger Auffrischungspflicht sieht, die nicht das verspricht, was eine Impfung normalerweise tut – nämlich sterile Immunität zu erzeugen. Und diese mit dem Brecheisen jedem aufdrängen will – Ungeimpfte und Demonstranten gehören in so einer Gesellschaft zur untersten Kaste. Solche Problemlösungsansätze mit Spaltpilzpotential sind für einen kritisch denkenden Menschen mit humanistischer Wertebildung wie für den Teufel das Weihwasser.

 

Ich wünsche mir für 2022

 

·        dass Omnikron – wie von manchen Experten vorausgesagt - wirklich zum Gamechanger wird und die Pandemie zu Ende geht. 

·       dass meine Hoffnung, dass die angerichteten Kollateral- und gesellschaftspolitischen Schäden noch gekittet werden können, nicht zu  Grabe getragen wird.

·     dass die nächste Krise, die uns wahrscheinlich ereilen wird, professioneller gelöst werden wird, d.h. mit Vernunft, Gemeinsamkeit, technischem Fortschritt und Optimismus. Ohne Angstmache, gesellschaftliche Spaltung, Frustration und Pessimismus.

·       dass wir die Kinder- und Jugendlichen, die den Fortbestand und die Hoffnung einer Gesellschaft ausmachen, dazu motivieren können, kritisches Denken und Handeln lernen zu wollen, weil sie die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs erkennen. Es bedarf unserer Kraft und Anstrengungen als Pädagogen, ihnen die Einsichten zu gewähren, dass es Ziele und deren Verwirklichung sind, die ein erfülltes Leben garantieren und dass es dazu Leistungswillen und Eigenmotivation bedarf.  

·        dass auch die Gesellschaft endlich die Bedeutung pädagogischer Arbeit erkennt und diese aktiv moralisch unterstützt.

 

Unser Beruf wurde während der Pandemie als „systemerhaltend“ bezeichnet. Es ist für mich klar: Die ganze Gesellschaft bedarf einer professionellen Lehrerschaft mit professionellen Unterstützern, um das wieder zu reparieren, was zerstört wurde.

In diesem Sinne: Ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2022 in einem der wichtigsten Berufe, für den es sich lohnt, sich zu engagieren. Die Zielvorgabe lautet:  Für eine bessere Zukunft für uns alle!

 

Ihre

Regine Stangl

 

 

 

 

 

IM NAMEN DER FREIHEITLICHEN LANDESLEHRERVEREINE MÖCHTE ICH MICH ALS OBFRAU BEI ALLEN KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN, DIE UNS IN DIESEM JAHR IN UNSERER ARBEIT UNTERSTÜTZT HABEN, HERZLICH FÜR IHR VERTRAUEN BEDANKEN.

IN DIESEN SCHWIERIGEN ZEITEN HAT UNSER ENGAGEMENT IM SINNE DER BILDUNGSARBEIT AN ÖSTERREICHS SCHULEN AN BEDEUTUNG GEWONNEN UND ES IST UNS AUCH GELUNGEN, ZU HELFEN UND AKZENTE ZU SETZEN.

 

EIN FRIEDVOLLES WEIHNACHTSFEST IM KREISE IHRER LIEBSTEN UND ALLES      Ossiacher See, Kärnten                                                                                           GUTE FÜR 2022                                                                                                                                                                                 WÜNSCHT IHNEN

                                                                   

                                                                                                                                     Mag. Dr. Regine Stangl

 

 

 

Die Ära Faßmann ist zu Ende – eine Bilanz

 

Enttäuschtes Gesicht bei Bildungsminister Heinz Faßmann anlässlich seiner letzten Pressekonferenz. Im Zuge des Austausches eines Teils der Ministerriege nach dem Abgang von Sebastian Kurz hatte er offensichtlich nicht damit gerechnet, einem anderen Hochschullehrer Platz machen zu müssen: Martin Polaschek, bis jetzt Rektor der Uni Graz.

 

Sein Kommentar bestätigt allerdings, was zwar kein OVP Funktionär zugibt, aber doch jeder weiß. Er hatte keinen der Bünde und Landeshauptleute hinter sich.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass seine Vorstellung unter Türkis-Blau und unter Türkis-Grün auch zu viel Kritik Anlass gab. Er wirkte nicht sehr agil, konnte sich gegenüber dem Gesundheitsministerium mehrmals nicht durchsetzen, was zu großen Bildungsverlusten und psychischen Problemen bei unseren Kindern und Jugendlichen während der Pandemie beitrug – zuletzt aber hat er dies erkannt und entgegen dem Wunsch der Landeshauptleute einen (zwar chaotischen) Schulbetrieb durchgesetzt – aber immerhin. Und diesen Mut hat er nun mit dem Verlust seines Amtes bezahlt.

Anlässlich der Pressekonferenz am 02.09.2021 mit Hermann Brückl gefragt, ob ich gegen einen Lockdown an Schulen wäre, habe ich dies klar bejaht – aber auch gesagt, dass das Gesundheitsministerium immer das letzte Wort behalten würde und der Minister dieses Votum wahrscheinlich auch in Zukunft akzeptieren werde. Hat er diesmal nicht, mit dem Argument der massiven Kollateralschäden, mit denen unsere Schülerinnen und Schüler offensichtlich konfrontiert sind: mit psychischen Problemen (die mitunter mit monatelangen Hospitalisierungen einhergehen), mit Zukunftsängsten und Verzweiflung. Dafür zolle ich ihm Respekt!

Das Chaos, das trotzdem an unseren Schulen herrscht, ist eine große Belastung für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen. Mehr als 20 Monate sind einfach viel zu lange, um nur auf „Durchhalten“ zu trimmen. Denn die Hoffnung, dass es besser wird, scheint nur mit dem Thema Impfpflicht verbunden zu sein. So suggeriert es zumindest die derzeitige Regierung und versucht mit Angst und Zwangsmaßnahmen, die Grund- und Freiheitsrechte massiv zu beschneiden sowie die Impfrate deutlich zu erhöhen. Nur gelingt auch das nicht wirklich – zu viel wurde während der Coronazeit versprochen und gebrochen.

Warum Chaos? Der Sommer wurde verschlafen, während dessen man Schulen mit Lüftungssystemen hätte ausstatten können. Stattdessen sind FFP2-Masken wieder zum traurigen Alltag geworden. Zudem wurde die Delegation an die Eltern gegeben zu entscheiden, ob ihre Kinder in die Schule gehen sollen - gleichzeitig die Vorgabe gemacht, Distance Learning nicht anzubieten. Scheinbar um es zu schaffen, dass ein Großteil der Schüler in Präsenz verharrt, trotz der widrigen Umstände mit Mundschutz und drei Mal wöchentlichem Testen für alle. Dies gilt auch für die Geimpften, die dies hauptsächlich taten, um am Gesellschaftsleben ohne Einschränkungen partizipieren zu dürfen. Und die Lehrkräfte, vielfach bemüht zu verhindern, dass die Bildung ganz den Bach hinuntergeht, bieten diese „à la carte“ an – mit allen für sie negativen Konsequenzen. Es geht nur noch um Durchhalten!

Die gesellschaftliche Spaltung hat auch in den Schulen Einzug gehalten. Geimpfte gegen Ungeimpfte (nun durch gemeinsames Testen wieder vereint), Schüler zu Hause gegen Schüler in Präsenz, Lehrer und Schüler für und gegen die Maßnahmen. So gibt es auch Auswüchse, die zu berechtigter Kritik anregen, wenn z.B. ein Lehrer, dessen Schülerin nach einem von ihr genannten Impftodesfall in der Familie mit ihrer Mutter an der Großdemo am 20.11. in Wien teilnahm, sich zu der absurden Frage hinreißen lässt, ob es „schön“ war „neben Neonazis zu marschieren.“ Und eine Lehrerin, die vor der Klasse lautstark posaunt, die Demonstranten „sollen sich anstecken und sterben gehen“. Und das, wo jeder weiß, dass fast alle der ca. 100.000 Teilnehmer, die berechtigte Ängste ob der totalitär anmutenden Tendenzen in unserem Land haben, ganz normale Bürger wie wir alle sind und friedlich von dem Recht Gebrauch machen, das ihnen die Demokratie zugesteht. Noch zugesteht! Denn wer weiß, wohin uns dieses Regierungsschiff noch hinlenken wird!        4.12.2021

 

 

 

 

Schulbetrieb ab 22.11.2021

 

Es ist unfassbar wie mit uns Lehrern von Seiten des Ministeriums kommuniziert wird! Man hat nichts daraus gelernt, dass Planbarkeit auch in unserem Beruf ein wesentlicher Faktor ist. Pressekonferenz am Freitag, funktionierender Schulbetrieb am Montag – das bedeutet Wochenendschichten für Direktoren, Klassenvorstände und Lehrkräfte.

 

Die Entscheidung nun den Eltern zu übertragen, ob ihre Kinder die Schule besuchen sollen oder nicht – das kann zwar Bundeskanzler Schallenberg wahrscheinlich für sein persönliches Umfeld verantwortungsvoll entscheiden – viele Eltern sind aber damit komplett überfordert. Und erfahrungsgemäß werden es die Eltern lernschwacher Schüler und derer mit starken sprachlichen Defiziten an den Pflichtschulen sein, die am meisten von der Regelung der Absenz Gebrauch machen werden.

Wer an den Schulen am Montag tatsächlich anwesend sein wird muss erhoben werden oder steht eben in den Sternen.

An den Oberstufen wird man der Vernunft eher folgen und die Schule besuchen. Kann man es sich doch kaum leisten, Nachteile zu erleiden und Lerndefizite anzuhäufen. Schularbeiten sollen nach Möglichkeit verschoben werden – dies ist auch nur für die Unterstufe ein praktikabler Weg.

 

Nur wenn 100 Prozent minus der Kranken anwesend ist kann eine Schularbeit geschrieben werden. Und das im dritten Jahr der Pandemie und bei Entfall von Schularbeiten in den letzten beiden Jahren. Diese trotz allem wahrscheinlich als „Kann“ Bestimmung zu interpretierende Äußerung des Bundesministers wird wohl am jeweiligen Standort entschieden werden müssen. Dass gerade an den Höheren Schulen viele Termine in den nächsten Wochen angesetzt sind, die man nicht so einfach nach hinten verschieben kann, ist wohl auch klar. Also gilt wieder: Abwarten ob dem, was noch folgen wird! Verordnung gibt es ja noch keine!          20.11.2021

 

 

WOCHENBLICK, 28.10.2021

 

"Darüber sind sich Regine Stangl und Klaus Samhaber einig, mit den Corona Schikanen in den Schulen muss endlich Schluss sein. Denn die Blicke völlig verstörter und traumatisierter Kinderaugen aus Maskengesichtern werden die beiden Pädagogen so schnell nicht mehr vergessen. „Dies ging sogar so weit, dass Schüler im Unterricht nicht die Maske abnehmen wollten, selbst als es wieder erlaubt war“, erklärt Stangl. Die gebürtige Oberösterreicherin unterrichtet in Kärnten an einer HTL und einer MS Englisch und ist seit Mai Obfrau des Freiheitlichen Lehrerverbandes. Auch für ihren Kollegen Samhaber, der im Innviertel Englisch und Musikerziehung unterrichtet, sind die Maßnahmen, mit denen die Schüler seit mehr als 18 Monaten gequält werden, völlig unverständlich." 

 

Dies ist die Einleitung zu einem Interview mit der Obfrau Regine Stangl und ihrem Stellvertreter Klaus Samhaber, erschienen im "Wochenblick" am 28.10.2021. Das Interview war eigentlich ein Rückblick auf das vergangene Schuljahr. Mit dem morgigen Tag gehören die Masken wieder zum traurigen Alltag in Österreichs Klassenzimmern. Ein Zustand, der durch Lüftungssysteme, die an Bayerns Schulen zum Einsatz kommen und von der FPÖ für Österreich seit mehr als einem Jahr gefordert werden, verhindert werden hätte können. Das Versagen der Zuständigen, die zwar für das kommende Jahr 238 Millionen Euro für Tests an Schulen budgetiert haben, für Fördermaßnahmen lediglich 65 Millionen, setzt sich fort. Die EU hat allerdings zusätzlich großzügig für ein Förderpaket "gespendet". 

 

Die ungeimpfte Jugend und das ungeimpfte Lehrerpersonal  (ohne Berücksichtigung von Antikörpern) nun zwar die Schule besuchen und unterrichten zu lassen, ansonsten aber von Sport und anderen Freizeitaktivitäten auszuschließen sieht nach einem Verzweiflungsakt der Verantwortlichen aus, die Fehler nicht eingestehen können. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine gesellschaftspolitische Katastrophe mit nicht absehbaren psychosozialen Folgen, die ganze Familien betreffen und die gesellschaftliche Spaltung nach "GEHORSAM" und "UNGEHORSAM" vor-antreiben!  Gesundheit versus Freiheit und Selbstbestimmtheit.  Mit der Allmacht des Staates kontrolliert. Als würde es dazu keine Alternativen geben!    14.11.2021

 

 

 

Das Bildungsministerium startet in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz eine Webinar Reihe mit dem Titel „Break the Wave“. An der Sekundarstufe II soll diese Propaganda zur Steigerung der Impfrate unter Kindern und Jugendlichen am Vormittag von Lehrkräften gezeigt werden. Scheinbar ist die Impfpropaganda im ORF noch nicht genug! Niederschwellig ist zu wenig und wer sich nicht impfen lässt wird entrechtet, lautet nun das Motto.

In Kärnten gibt es am 9.11. einen Impftag, den Jugendliche ab 14 Jahre ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten wahrnehmen können und dafür vom Amt freigestellt werden. Wer die Aufsicht während dieser Zeit übernimmt, ist nicht geregelt. Eltern haben dabei nichts mehr zu melden! Weit haben wir´s gebracht!

Hier ein Auszug aus dem Informationsschreiben der Bildungsdirektion Kärnten auf deren Homepage:

 

„Impftermine speziell für Kinder und Jugendliche ohne Voranmeldung

Seitens des Landes Kärnten wird am 9. November 2021 zwischen 8 und 16 Uhr in den Impfstraßen des Landes eine Impfmöglichkeit speziell für Schüler/innen ab 12 JahrenLehrer/innen, Eltern und nahe Angehörige angeboten. Hierfür wird der Impfstoff Comirnaty ® (BioNTech-Pfizer) verwendet werden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Die Impfzentren können auch während der Schulzeit besucht werden. Die Abwesenheit vom Unterricht wird zu diesem Zweck entschuldigt.

Seitens der Bildungsdirektion für Kärnten dürfen wir an Sie als Elternteil bzw. als Erziehungsberechtigte appellieren, Ihren Kindern die Corona-Schutzimpfung zu ermöglichen, damit ein möglichst sicherer und friktionsfreier Schulbetrieb im restlichen Schuljahr 2021/22 gewährleistet werden kann.

Bei unmündigen Minderjährigen (Kinder vor Vollendung des 14. Lebensjahres) oder entscheidungsunfähigen Personen ist die Einwilligung der gesetzlichen Vertretung (Erziehungsberechtigte, Erwachsenenvertretung oder Vorsorgebevollmächtigte) der zu impfenden Person einzuholen. Jugendliche (mündige Minderjährige ab Vollendung des 14. Lebensjahres) müssen selbst einwilligen, wenn sie die Entscheidungsfähigkeit besitzen.

 

Wie viele Schulen noch ein- oder mehrtägige Schulveranstaltungen planen werden, wenn 2 G gilt und Hotels und Restaurants den Ungeimpften keinen Einlass mehr gewähren werden, kann man sich ausrechnen. Dazu kommt ein genaues Sicherheitskonzept, das bei Antrag vorgelegt werden muss.

FAZIT: Unsere Jugend wird im dritten Jahr in Folge bestraft! Nur mehr Lernen und kein Spaß ist angesagt. Sehr frustrierend! Weitere psychische Folgeerscheinungen nicht ausgeschlossen!

 

7.11.2021

 

 

 

 

Nun kommt der Aufschrei der Politik – möglicherweise zu spät! Der aktuelle Facharbeitermangel – in Wahrheit seit Jahrzehnten von der Politik gefördert, aber auch von Experten vorausgesagt, führt bereits jetzt dazu, dass Betriebe schließen müssen. Die Situation hat sich durch die Corona Krise zwar verschärft. Aber das ist nicht die ganze Krux bei der Geschichte.

Unser Experte, Landesobmann in Wien, sieht die Entwicklung folgendermaßen. Als engagierter Lehrer und Unternehmer hat er auch in den Landesinnungen Wien und Niederösterreich sowie als Mandatar in der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter seine Stimme stets laut zu diesem ihm sehr wichtigen Thema erhoben. Lesen Sie hier seine Ausführungen:

 

Der Hut brennt! - Das Handwerk geht den Bach runter!

von SR Mst. Franz-Josef Etzelstorfer

 

Die Facharbeiter-, früher auch Gesellenausbildung entspricht nicht mehr den Anforderungen, die die Gesellschaft an das notwendige Können der Handwerker stellt. Viele Punkte kann man hier anführen:

 

1. Seit mehr als 100 Jahren ist die Lehrzeit unverändert geblieben.

2. Das notwendige Wissen und Können in der heutigen Zeit hat sich in den Inhalten mindestens verdoppelt, wenn man sich moderne Techniken und den Einsatz von Computern ansieht.

3. Im Berufsschulunterricht spricht man von notwendigen didaktischen Inhaltsreduktionen. Bei der schriftlichen Lehrabschlussprüfung jedoch werden Fragen gestellt, deren Inhalte nicht mehr unterrichtet werden.

4. Die Anzahl der nicht mehr regelkonformen Ausbildungsplätze, sogenannte Ausbildungs-werkstätten wie „Jugend am Werk“, „Wien Work“ und „WUK“ usw. ist gestiegen. Diese sind jedoch keine Betriebe wie seinerzeit dual angedacht.

5. Die Betriebe sehen sich außerstande Lehrlinge im dualen Ausbildungssystem aufzunehmen und regelkonform auszubilden.

 

Für mich ergibt sich in diesem Dilemma die Frage, wann alle Lehrlinge in Ausbildung den Schülern anderer Bildungseinrichtungen gleichgestellt werden. Bei Regierungsantritt hat Sebastian Kurz von der Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr gesprochen und diese wurde auch niedergeschrieben. Wann wird diese aber endlich tatsächlich verwirklicht werden?

Derzeit wird der Unternehmer eher bestraft und als Ausbeuter, der billige Arbeitskräfte einstellt, abqualifiziert, anstatt gelobt, wenn er junge Menschen ausbildet. Bedenken wir, dass aus dem heutigen Ausbildungspool auch die Meister von Morgen ausgebildet werden sollen. Meister Eder im herkömmlichen Sinn wird es so nicht mehr geben! Der Facharbeitermangel nimmt dramatische Formen an und wir müssen uns fragen, ob wir in Zukunft immer mehr auf Handwerker anderer europäischer Staaten zugreifen werden müssen.

Verfehlte Bildungspolitik, wonach zuletzt eine Lehre fast ausschließlich Schulabbrecher und leistungsschwächere Schüler absolvierten, Handwerker als dümmlich hingestellt und Akademiker bevorzugt behandelt wurden, rächt sich nun. Heute sperren Handwerksbetriebe aus Facharbeitermangel bereits zu aufgrund der verfehlten Politik der vergangenen Jahre.

 

Meine Vorschläge zu einer Verbesserung der Situation:

·    Die Gesellschaft muss anerkennen, dass jeder arbeitende Mensch in unserer Gesellschaft ein wichtiger Teil ist. Dies sollte eigentlich eine selbstverständliche Geisteshaltung sein

·        Kollektivvertragslöhne müssen bezahlt werden

·         Ausbildungen - egal wo absolviert - müssen gleichwertig behandelt werden

·      Die Ausbildung in den einzelnen Berufen soll als modulare Ausbildung betrieben werden, wie bereits seit mehr als 10 Jahren im Freiheitlichen Lehrerverband angedacht wurde.

·         Jeder junge Mensch soll entsprechend seiner kognitiven und motorischen Fähigkeiten ausgebildet und zu beschult werden.

·         Allen Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr sollen die gleichen Chancen geboten werden

·         Die Inhalte der diversen Ausbildungen müssen auf Praxistauglichkeit überprüft werden. Es macht keinen Sinn, das „Alte“ ersatzlos zu streichen!

·         Man muss den Berufsschullehrer der heutigen Zeit verstärkt im Ausbildungsverbund mit einbeziehen. Der Meister und Chef eines Betriebes in der Jetzt-Zeit kann sich aus Zeitgründen in der Ausbildung nicht mehr so stark einzubringen

·         In der Ausbildung und Beschulung unserer Jugend muss ein Umdenkprozess einsetzen

·         Jeder Berufsschullehrer ist heute mindestens zweifach beruflich ausgebildet: Er ist Meister und ausgebildeter Pädagoge. Der heutige ausgebildete Berufsschullehrer führt in der Ausübung seiner Lehrtätigkeit den Titel Prof. Mst. NAME BEd. Diese Mehrfachausbildungen besitzen die wenigsten Meister. Auch das muss gesellschaftlich anerkannt werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen lasst uns näher zusammenrücken! Als gewählter Mandatar für die Landesinnungen Wien und Niederösterreich, sowie Mandatar der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter, habe ich einen Auftrag bekommen: “Die Interessen der Mitglieder zu vertreten“.  

Geben wir unserer Jugend die Chancen, die sie benötigt und auch verdient hat! Ich möchte hier niemanden an den Pranger stellen, es ist ein Aufruf für unsere Jugend tätig zu werden.

 

 

 

Mag. Reinhard Koller vom Freiheitlichen Lehrerverein Niederösterreich hat diesen Skandal aufgedeckt. Es ist widerlich, wie einzelne Bundesländer die Maßnahmen der Bundesregierung noch toppen und gesellschaftliche Spaltung forcieren! Ein Wunder, dass man in Niederösterreich als ungeimpfter Lehrer überhaupt noch unterrichten darf! Es wurden bereits Fälle an uns herangetragen, wo mangels Impfnachweis eine Anstellung verwehrt wurde.

 

2G-Regel beim NÖ Junglehrerempfang

 

Seit einigen Jahren findet in Niederösterreich ein Empfang für neue Lehrerinnen und Lehrer statt. Formal ist dies heuer eine „verpflichtende Fortbildungsveranstaltung“, natürlich mit entsprechender Selbstdarstellungsmöglichkeit der Landeshauptfrau Mickl-Leitner, aber immerhin eine Würdigung unseres Berufsstandes.

Bedenklich ist allerdings, dass als Teilnahmevoraussetzung die so genannte 2G-Regel gilt – und das bei einer (s.oben) verpflichtenden Teilnahme. Ungeimpfte sind nur zugelassen, wenn sie eine Impfbefreiung der Sanitätsdirektion vorweisen können.

 

Bundeskanzler Schallenberg hat vor einigen Tagen die Ungeimpften als „Zögerer und Zauderer“ diffamiert, LH Mickl und ihre Helfer setzen noch zusätzliche Daumenschrauben an – derartige Äußerungen und Methoden sind einer demokratischen Gesellschaft unwürdig. Anbei der Screeenshot zur Einladung:

24.10.2021

 

 

Sommerschule und Distance Learning als Dauer Überbleibsel der Corona Krise fixiert?

 

Ein von ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann vorgelegter Gesetzesentwurf fordert eine fixe Verankerung der Sommerschule und des Distance-Learnings im Schulorganisations- bzw. Schulzeitgesetz. In der Sommerschule sollen in Zukunft nicht nur Lernrückstände aufgearbeitet und wiederholt werden, sondern auch Begabtenförderung stattfinden. Die Teilnahme soll in den letzten beiden Ferienwochen auf freiwilliger Basis erfolgen und in Zukunft auch auf die Oberstufe in einer Art Kurssystem ausgedehnt werden.

 

Unterrichteten vergangenen Sommer sowohl Lehramtsstudierende als auch Lehrkräfte, soll ab 2023 der Unterricht im Pflichtschulbereich komplett von ersteren übernommen werden. Ab sechs Anmeldungen kommt ein Kurs zustande, dessen Höchstteilnehmerzahl 15 nicht übersteigen darf.

Ein gutes Angebot an Besucher mit mangelnden Deutschkenntnissen ist die Tatsache, dass nach der Sommerschule eine Sprachstandsfeststellung absolviert werden kann, die im Idealfall in den Besuch als ordentlicher Schüler münden kann.

 

Auch der Fernunterricht soll als Alternative zum Präsenzunterricht in bestimmte Situationen verankert werden. Und zwar dann, wenn das Schulgebäude unbenützbar ist, aber auch in Katastrophenfällen nach Entscheid der Schulbehörde, längerfristig nach Anordnung durch den zuständigen Minister. Man folgt dabei auch dem amerikanischen Beispiel, wo Naturkatastrophen zu Fernunterricht führen, anstatt wertvolle Unterrichtszeit entfallen zu lassen. Dies ist aus unserer Sicht vernünftig.  23.10.2021

 

 

 

Bürokratieentlastung an Schulen? Hoffentlich kein Traum, der platzen wird!

 

Nachdem die Lehrergewerkschaft schon seit Jahren vor allem im Pflichtschulbereich die überbordende Bürokratie bemängelt, kann man nun, nach Beginn der Herbstferien eine kurze Bilanz ziehen.  Die Vorlage von Schulentwicklungsplänen und dem Qualitätshandbuch für Schulen wäre für Jänner 2022 geplant gewesen. Aufgrund des fordernden CoV-Managements mit Testverwaltung und der geforderten Zusatzförderungen zur Behebung von Lernrückständen, haben sich enorme Belastungen für die Schulleitungen und das Personal ergeben. Nun haben sich erfreulicherweise das Bildungsministerium und die Gewerkschaft darauf geeinigt, den Schulen weniger Verwaltungstätigkeiten zuzumuten – bis auf Weiters!

 

Bestimmt auch pandemiebedingt sollen heuer weniger Lehrerkonferenzen, Dienstbesprechungen mit den Bildungsdirektionen und Schulungsmaßnahmen anfallen. Außerdem sollen Zusatzerhebungen reduziert bzw. gestrichen werden (z.B. Statistik Deutschförderklassen).

Die vergangenen Monate haben die Email-Postfächer der Lehrkräfte mit z.T. widersprüchlichen Anweisungen überflutet. Auch diese Unzumutbarkeit hat man scheinbar erkannt. Montags soll der Tag der Rundschreiben und Erlässe werden, um eine bessere Koordinierung der Bildungsdirektionen, des Ministeriums und der Regionalleitungen zu ermöglichen und Mehrfachinformationen zum selben Thema zu verhindern.

In den Bildungsdirektionen sollen spezielle Anlaufstellen für rechtliche und ähnliche Fragen  eingerichtet werden, die Lehrkräften schnell Auskünfte erteilen können, z.B. zur Durchführung von den sozial enorm wichtigen Schulveranstaltungen.

 

Um dem leidigen Mangel an Bürokräften an Pflichtschulen zu begegnen, sollen bis Sommer 2023 600 Vollzeitstellen geschaffen werden. 400 sind es angeblich bis dato. Da die Dienstgeber die Länder und Gemeinden sind, die ohnehin finanziell unter den Auswirkungen der Corona Krise massiv leiden und ein Drittel zuschießen müssen, wird dies für manche eine unüberwindbare Hürde werden. Man darf ob der Entwicklung gespannt bleiben!   23.10.2021

 

 

 

STELLUNGNAHME DER OBFRAU ZU EINEM VORFALL IN OBERÖSTERREICH

 

Eine Pädagogin an der HAK in Traun hat kürzlich in einer Klasse eindeutig Stellung zur Covid-Impfung genommen und auch einen Ausblick auf die zukünftige Situation am Arbeitsmarkt gegeben, wo es bald nur mehr Geimpfte geben werde. Unter „Sonstigem“ im Lebenslauf würden in Zukunft die verabreichten Covid-Impfungen aufgelistet sein. „Dodln“, die sich nicht impfen lassen würden, würden keinen Job bekommen. Der Beweis für diese Aussage ist eindeutig: 2 Videoaufnahmen mit einem Mobiltelefon erstellt.

Wir lehnen die Äußerungen der Kollegin, die auf eine massive Beeinflussung ihrer Schülerinnen und Schüler abzielt, dezidiert ab. Sie handelt zum einen entgegen dem Erlass, wonach von den Lehrkräften eine neutrale Position in Bezug auf die Maßnahmen und die Impfung einzunehmen ist. Aber natürlich auch rein menschlich ist eine Beeinflussung in jede Richtung – ob politisch oder in der derzeitigen sensiblen Debatte um Masken und Impfung – gegenüber unserer heranwachsenden Jugend strikt abzulehnen.

Auf der anderen Seite muss es allgemein auch ein Signal an unsere Jugend geben, dass wir als Lehrkräfte nicht „Freiwild“ sind. Grundsätzlich könnten rechtswidrige Aufnahmen und zusammengeschnittene Wortfetzen zu welchem Thema auch immer, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, das berufliche „AUS“ einer Lehrkraft bedeuten – und da sind wir beim Thema Mobbing und Vernaderung angelangt.

Die aktuelle Schulsituation basiert auf nach Expertenmeinung rechtswidrigen Verordnungen und Erlässen und die Umsetzung der Maßnahmen bedeutet eine enorme Herausforderung für alle Lehrer. Einige haben ihre Suspendierung und Kündigung in Kauf genommen, weil sie die Verordnungen und Erlässe nicht mehr mittragen wollten oder konnten, obwohl sie ihren Beruf lieben und ihn über Jahrzehnte engagiert ausübten. Wo bleibt bei all dem Rundherum um Testen, Schützen und Befolgen die BILDUNG?

Wir brauchen endlich wieder normale Rahmenbedingungen, die es uns ermöglichen, unseren eigentlichen pädagogischen Aufgaben nachzukommen. Wir sind weder Gesundheitspersonal noch Befehlsempfänger von zum Teil unsinnigen Anweisungen, die in ihrer Häufigkeit und Widersprüchlichkeit eine objektive Sicht verhindern und Verwirrung stiften. Und die letztendlich wirklich krank machen.

 

 

ZUR INFORMATION: DIE FPÖ HAT KÜRZLICH EINE VERFASSUNGSKLAGE GEGEN DIE VERORDNUNG ZU SCHULBEGINN BEIM VERFASSUNGSGERICHTSHOF EINGEBRACHT.

 

 

Unsere Zeitung DIE FREIE MEINUNG wurde mit Schulbeginn an den Großteil der Schulen Österreichs versandt. Sie enthält unterschiedliche Artikel zu Schulthemen. Wir befürchten, dass unser Medium vielfach nicht in den Lehrerzimmern der Schulen gelandet ist oder landen wird. Das zum Thema "Freie Meinungsäußerung"!    19.9.2021

 

 

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Thomas Szekeres fordert, dass die 1 G Regel für Lehrer die 3 G Regel sofort ablösen soll. Dies ist einem Artikel aus "Die Presse" zu entnehmen. Er wird dort mit folgenden Worten zitiert: "Nicht geimpfte Lehrer sollten  nicht unterrichten, weil sie eine Gefahr für Nichtgeimpfte darstellen. Und Schüler sind nun einmal meistens nicht geimpft."  In Anbetracht der derzeit hohen Impfquote unter Lehrern ist diese Forderung völlig unverständlich. Man gewinnt den Eindruck, dass die Pädagogen generell zu den körpernahen Berufen gehören und der gesellschaftliche Mainstream einen Impfzwang vorantreibt. WO BLEIBT DAS THEMA BILDUNG IN DER GANZEN DISKUSSION? Und werden sich die Pädagogen letztendlich einem 3. Impfstich entziehen können?    19.9.2021

 

  

Am 2.9.2021 fand eine Pressekonferenz mit FPÖ Bildungssprecher Hermann Brückl und unserer Obfrau Mag. Dr. Regine Stangl zum Thema Schulstart statt. Zum dritten Mal in Folge starten wir in ein Corona geprägtes Schuljahr mit Impfdruck auf Lehrer, Schüler und Eltern. Das Thema "Bildung" scheint sich dem Thema "Corona" komplett unterzuordnen, Ein Aushebeln der Notenwahrheit, Bildungsrückstände und psychosoziale Schäden beim Lehrpersonal und bei den Kindern und Jugendlichen drohen irreparable Schäden zu hinterlassen. Mehr denn je benötigen wir jedoch motiviertes Lehrpersonal, das den entstandenen Problemen mit Professionalität begegnet. Druck und Repression durch die aktuelle Verordnung demotivieren und deprimieren. Die Frage ist: warum meldet sich die Gewerkschaft nicht endlich zu Wort? 

 

Im Gegenteil: Der Gewerkschaft gehen die derzeitigen Maßnahmen sogar nicht weit genug. Und das bei einer Durchimpfungsrate des Lehrpersonals an Volksschulen von ca. 77 Prozent und an Höheren Schulen von ca. 88 Prozent. Also deutlich über dem Schnitt der österreichischen Bevölkerung. Dem Mobbing gegen eine ungeliebte Berufsgruppe steht nun nichts mehr im Wege! 

Noch beschwichtigt der Minister - doch es mehren sich die Beschwerden, dass die Impfung bereits vereinzelt ein Kriterium für Neuanstellungen ist. LINK ZUR PRESSEKONFERENZ:  https://youtu.be/yJI9TvwmKtk

 

 

 

 

 

FPÖ-Verfassungsbeschwerde gegen Schulverordnung

Die FPÖ wird eine Verfassungsbeschwerde gegen die Coronavirus-Schulverordnung für das aktuelle Schuljahr 2021/22 einbringen. Das kündigten der freiheitliche Bildungssprecher Hermann Brückl und Bundesrat und Rechtsanwalt Michael Schilchegger an.

In der Verordnung werde ein indirekter Impfzwang festgeschrieben, und das widerspreche allen schulgesetzlichen Vorgaben. ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hätte eine solche Regelung niemals ohne gesetzliche Basis erlassen dürfen, so der Vorwurf der FPÖ.

„Klare Strafsanktion gegen Lehrer“

„Die neue Covid-19-Schulverordnung zwingt ungeimpfte Lehrer nun auch erstmals dazu, sich mindestens einmal pro Woche einen externen PCR-Test zu organisieren und selbst zu bezahlen. Jene kostenlosen PCR-Tests, die von den Behörden zur Testung von Schülern organisiert werden und in der Schule ohnehin zur Verfügung stehen, werden als Nachweis nicht anerkannt. Es handelt sich hierbei also um eine klare Strafsanktion gegen Lehrer, die sich – aus welchem Grund auch immer – gegen eine Impfung entschieden haben“, erklärte Bundesrat Schilchegger in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Er hat als Rechtsanwalt bereits mehrere Verfassungsbeschwerden gegen Covid-19-Maßnahmen für die FPÖ eingebracht. Im Bereich des Schulwesens habe man in enger Abstimmung mit dem Freiheitlichen Lehrerverband schon vor einem halben Jahr Verfassungsbeschwerden gegen die „unverhältnismäßigen Test- und FFP2-Maskenpflichten an den Schulen eingebracht. Diese Beschwerden sind derzeit zu V 106/2021 und V 107/2021 anhängig“, berichteten Brückl und Schilchegger.

 

red, ORF.at/Agenturen

Jahreshauptversammlung des Freiheitlichen Lehrerverbandes am 29.5.2021 in Bad Hall mit Wahl des neuen Vorstands.

 

Jahreshauptversammlung in Faistenau/ Salzburg 

2020 mit Obmann DI Harald Sander (zweiter von rechts)  und Coaching durch Hermann Altmanninger (im Bild links), sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern.

 

- Wo steht der FLV?

- Wie kann effizient Bildungspolitik im Sinne der       Schulpartnerschaft betrieben werden?

- Wie kann die Kooperation mit der FPÖ aussehen?

- Bildungsthemen unter freiheitlicher Handschrift

  

4.12.2021

 

Ein Standpunkt von: 

Dipl.Ing. Dietmar Wokatsch-Ratzberger, Obmann
BEd Wolfgang Umgeher, Obmannstellvertreter
Dipl. Päd. Klaus Samhaber, Vorstandsmitglied

 

Die Homepage "Lebensmittelwissen für Pädagogen" ist online. Es handelt sich dabei um ein Hochschulprojekt der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik!

Ein Standpunkt von: 

Di Dietmar Wokatsch-Ratzberger 
Klaus Samhaber
Christine Baumgartner
Gerd Faderl

Eine neue Ausgabe unserer Zeitschrift in neuem Design ist hier bereits digital verfügbar!

Klick auf das Bild!

Das Bildungspaket wurde beschlossen.
Die Noten kommen zurück!

Mehr dazu hier!

28. November 2018: Jahreshauptversammlung

im Seminarhotel Rosenberger in Ansfelden

 Vorstandswechsel beim FLV Oberösterreich!

 

Frau Bundesrätin Rosa Ecker (rechts im Bild) übernimmt die Durchführung der Wahl des neuen Vorstandsvorsitzenden.

 

DI Dietmar Wokatsch-Ratzberger wird einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden des FLV Oberösterreich gewählt!

 

Seine Stellvertreter sind nun:

Frau Dr. Ulrike Schmeitzl (2.v.l) und

Wolfgang Umgeher (links im Bild).

Wir bedanken uns beim Vorgänger des Vorstandsvorsitzenden für Oberösterreich DI Harald Sander für sein Engagement und wünschen ihm als Obmann des FLV Österreich viel Tatkraft für diese verantwortungsvolle Funktion!

 

Auch danken wir Mag. Alexander Moosmayr, der bisher als Kassier für uns tätig war, für sein Engagement!

Den Höhepunkt der diesjährigen Lehrertagung bildet das Referat von der bekannten Autorin und Familienexpertin Birgit Kelle zum Thema:

Schule im Spannungsfeld von Familie und Gesellschaft

24. und 25. November 2018: Klausur

im Hotel Miraverde in Bad Hall

Tagesordnungspunkte der Vorstandssitzung waren unter anderem die Vorbereitung für die Generalversammlung im Seminarhotel Rosenberger in Ansfelden und die Wahlvorschläge für den Obmannwechsel in Oberösterreich. 

 

Nach der Vorstandssitzung folgte ein interessanter Vortrag von Mag. Elke Nachtmann mit dem Titel

"Faktor Unterrichtbarkeit"!