HERZLICH WILLKOMMEN BEIM      FREIHEITLICHEN LEHRERVERBAND!

 

CORONA Regeln und Schule. Siegt jetzt doch die Vernunft?

 

Drei Jahre strikte Corona Maßnahmen mit Masken und sündteuren verpflichtenden Tests als Eintrittstickets in Bildungsinstitutionen für Österreichs Schüler und Lehrer liegen scheinbar mit Vorbehalt hinter uns. Nun ist alles anders, obwohl man nicht weiß, was uns im Herbst tatsächlich erwarten wird.

 

Minister Polaschek hat kürzlich verkündet, den offiziellen Weg des Gesundheitsministeriums für die Schulen mitgehen zu wollen und auch infiziertes Lehrerpersonal und Schüler mit FFP2 Maske in den Innenräumen der Schulen zu dulden. Man scheint hier doch auf Eigenverantwortung zu setzen. In die Schule dürfen alle Personen, die sich nicht krank fühlen.

 

Die überzogenen Maßnahmen in der Vergangenheit, welche Schüler und Lehrer ausgegrenzt und stigmatisiert haben, scheint man nun bewusst über Bord zu werfen. Ist es der Druck der Wähler - immerhin stehen eine Bundespräsidentenwahl und in absehbarer Zeit auch einige Landtagswahlen an - oder der Wirtschaft, oder hat man gesehen, dass die aktuelle Variante mit einer Grippe vergleichbar ist, mit der man einfach wird leben müssen wie mit anderen Viren auch?

 

Der Vertrag für die Schultests wurde bereits gekündigt. Der Ankauf von Luftfiltergeräten und CO 2 Messgeräten wird aktuell geprüft. Zumindest das Thema Luftfilter – von uns seit zwei Jahren gefordert – ist doch nicht auf ganz taube Ohren gestoßen.

 

Ist dieser Rückzieher ein Schuldeingeständnis, dass man vor allem Schüler und deren Erziehungsberechtigte ohne evidente Notwendigkeit massiv gequält und eingeschränkt hat und diese einen großen Teil der Wählerschicht bilden? Oder hat er mit dem wachsenden Lehrermangel zu tun, den man jetzt mit Quereinsteigern bekämpfen will, wofür sowohl das Berufsbild als auch das Image des Lehrers verbessert werden müssen? All das erscheint plausibel.

 

Eines ist definitiv klar: noch ein viertes Jahr Unterricht dieser Art wäre nicht mehr zu verkraften! Die Zahl der resignierenden Lehrer ist sehr hoch und die Flucht in die Pension unaufhaltbar. Drei Jahre Krisenmodus am Arbeitsplatz haben ihre Opfer gefordert – vor allem psychisch!

 

(Regine Stangl, 11.8.2022)

 

  

 

 

WIR WÜNSCHEN ALLEN KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN UND ALLEN SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN ERHOLSAME FERIEN!

WIR KÄMPFEN WEITER FÜR OFFENE SCHULEN FÜR ALLE, OHNE EINTRITTSTESTS UND MASKEN!

 

GENIESSEN WIR DIE SOMMERPAUSE, DENN IM HERBST DÜRFTE ES EINE FORTSETZUNG DES BEREITS BEKANNTEN GEBEN! MIT DEN DRAMA- TISCHEN FOLGEN, DIE WIR ALLE KENNEN!

 

 

 

 

 

 

GIBT ES KLARE ABLAUFPLÄNE IM FALLE EINES BLACKOUTS?

 

Eine Anfrage des FLV Oberösterreich an die zuständige Bildungsdirektion

 

Klaus Samhaber, FLV OÖ

 

 

Da in den Medien immer häufiger von einer nationalen bzw. internationalen Strommangellage (sprich: Blackout), also einem Strom-, Infrastruktur- sowie Versorgungsausfall berichtet wird, sollten auch das Ministerium bzw. die Bildungsdirektionen für dieses vom Österreichischen Bundesheer und der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge (GfKV) binnen der nächsten Jahre erwarteten Ereignis Vorsorge und Vorbereitungen getroffen werden.

 

Bei einem solchen Szenario kommt es nicht nur zu einem Stromausfall, sondern auch Handy, Festnetz und Internet fallen zeitnah aus. Daher kann niemand mehr angerufen werden, weder um Hilfe zu organisieren, noch können Eltern sich in der Schule melden, wenn sie ihre Kinder nicht abholen können.

 

Folgende Fragen stellte der FLV OÖ konkret:

 

  1. Wird der Unterricht / die Betreuung fortgesetzt oder wird eine vorzeitige Entlassung vorgenommen?
  2. Können die Schülerinnen und Schüler – sofern sie nicht selbständig nach Hause gelangen bzw. nicht abgeholt werden können – in der Schule bleiben?
  3. Wird eine Betreuung sichergestellt (Lehrpersonen haben auch Familien)?
  4. Gibt es auch eine Notverpflegung für die Schülerinnen und Schüler, die nicht mehr wegkommen, sollte es länger dauern?
  5. Ist in Einzelfällen eine Übernachtung in der Schule möglich?
  6. Gibt es in der Schule ein batteriebetriebenes Radio, um Informationen zu erhalten?
  7. Gibt es analoge Straßenkarten (z.B.: Marktgemeinde Andorf hat 56 Ortschaften – nicht alle Lehrkräfte haben gute Ortskenntnisse)?
  8. Wie wurde der Lehrkörper zu diesem Thema sensibilisiert?
  9. Welche Vorgaben gibt es von der Schulbehörde?
  10. Welche Absprachen gibt es mit den Schulerhaltern bzw. mit den Gemeinden oder den Magistratsbehörden?

 

Die Antwort auf diese Fragen würde viele Eltern interessieren und ein klares Prozedere sollte ehestmöglich kommuniziert werden. Denn es bedeutet eine enorme Stressbelastung für Eltern, wenn sie nicht wissen, was in einem solchen Fall mit ihrem Nachwuchs passiert. Vielleicht werden sie am Arbeitsplatz gebraucht, um einen Notbetrieb aufrechtzuerhalten, oder sie sind selbst irgendwo gestrandet und können nicht kommen.

 

Bislang ist in den Lehrkörpern dieses Thema noch nicht zur Sprache gekommen. Diese müssten den Ablauf im Fall des Falles jedoch umsetzen. Sollte dieses Szenario während eines Schultages passieren, sollte es einen gut kommunizierten Ablaufplan geben.       8.7.2022 

 

 

 

 

 

Sechs Monate Minister Polaschek – viele Fragen und keine Antworten

 

 

Der Beginn der Sommerferien im Osten Österreichs und eine Woche später in den westlichen und südlichen Bundesländern bringt weiterhin keine Planbarkeit für den Herbst und keine Alternativlösungen zu Masken und Testungen an Bildungseinrichtungen im Falle von weiterhin steigenden Coronazahlen. Gegenüber dem Vorschlag der Gewerkschaft, Klassenzimmer flächendeckend mit CO 2 Messgeräten auszustatten, zeigt sich Polaschek skeptisch. Wie so viele andere Thematiken, auf die ihn Armin Wolf vergangenen Mittwoch in der ZIB 2 ansprach, formuliert er seinen Standardsatz „Das müssen wir uns anschauen.“ Man gewinnt den Eindruck, dass dieser hochbezahlte Minister trotz Beratern nach wie vor keinen Plan zum Thema Schulen und Bildung hat. Anlässlich der Herausforderungen unseres Schulsystems ein wahrer Skandal!

 

Eine Ausschreibung für fünf verschiedene Anbieter von Tests sei initiiert worden, Maskenkontingente würden bereitgestellt – die Leier ist immer die gleiche! Luftfiltersysteme, die gegen Viren und Hitze helfen würden und seit zwei Jahren von der FPÖ gefordert werden dienen aus Prinzip nicht als Lösungsansatz. Wir haben dieses Thema mittlerweile zum x-ten Male angesprochen. Plexiglaswände in Kombination mit diesen Systemen würden Masken und Testen obsolet machen und hätten uns insgesamt Milliarden erspart, die in den Bildungsbereich hätten fließen können!

 

Auf die Frage angesprochen, warum jeder sechste Volksschüler bereits Nachhilfe bräuchte und Armin Wolf die Ziffernnoten als Grund aufs Tapet bringt, fällt ihm ebenfalls nur ein, sich dies anschauen zu müssen. Eigentlich wäre die Antwort einfach. Es handelt sich einerseits um ein gesellschaftliches Problem, andererseits um die fehlgelenkte Politik der letzten 30 Jahre, die die Lehre als eine minderwertige Ausbildung definierte und sie zum letzten Ausweg für viele lernschwache Schüler machte.

 

Warum Nachhilfe? Weil das Gymnasium in den Ballungsräumen Österreichs in Konkurrenz zur Mittelschule, obwohl sie als Langform definiert ist, steht und viele Mittelschulen in den größeren Städten aufgrund mangelnder Durchmischung in Bezug auf Fähigkeiten, Interessen, sprachlichen und sozialen Faktoren keine gezielten Förderungen der sehr diversen Gruppen  anbieten können. Sprachliche Probleme und unterschiedliche soziale und kulturelle Hintergründe bei den Schülern ohne Bereitstellung von ausreichenden Ressourcen in Form von Unterstützungspersonal führen letztlich zu Resignation bis hin zu psychischen Problemen unter den Lehrkräften. In Zeiten wachsenden Lehrermangels ein riesiges Problem! Um die zum Teil lernfeindlichen Rahmenbedingungen zu umgehen, scheint ein Gymnasium die Lösung zu sein. Um dort aufgenommen zu werden, benötigt man ein gutes Zeugnis, für das oft Nachhilfe nötig ist. In den Städten ist die Unterstufe des Gymnasiums bereits eine Gesamtschule – was den eigentlichen Zielsetzungen des Gymnasiums widerspricht.

In vielen Elternhäusern findet frühkindliche Förderung und Erziehung nicht mehr statt – was zu großen Defiziten bei der Einschulung führt. Ein Beispiel ist die Feinmotorik, die sich massiv verschlechtert hat. Elementarpädagogen, die dies ausgleichen könnten, müssen große Gruppen betreuen, wodurch individuelle Förderungen vernachlässigt werden. Das heißt die Basis, die früher vom Elternhaus geschaffen wurde, fehlt vielen Kindern bei Schuleintritt. Und die öffentlichen Bildungseinrichtungen können das nur unzureichend kompensieren.

 

Am Lehrerbild zu arbeiten ist definitiv zu wenig – auch zu dieser Äußerung Polascheks haben wir zuvor Stellung bezogen. Die Situation an Mittelschulen in den Ballungsräumen durch geänderte Zielsetzung (u.a. mit dem Fokus auf eine eventuelle zukünftige Lehrausbildung), attraktive Rahmenbedingungen, gezielte Ressourcen und Hilfestelllungen für Lehrkräfte und Kinder entscheidend zu verbessern, würde die Nachhilfenotwendigkeit bei Volksschülern deutlich reduzieren – zumal es ja viele Fördermöglichkeiten an den Schulen Corona-bedingt gibt. Aussagekräftige Kompetenzüberprüfungen in den letzten beiden Volksschuljahren als Eintrittsberechtigung für das Gymnasium, das auf eine akademische Ausbildung vorbereiten soll, müssen wieder angedacht werden. Auch um den Druck des „Notenschenkens“ von den Primarpädagogen zu nehmen. Und die Lehre muss attraktiviert werden, schon aufgrund des Facharbeitermangels.

 

Es fehlen Lehrkräfte und kürzlich wurde von Kogler und Polaschek ein Quereinsteigermodell präsentiert. Durch eine Dienstrechtsnovelle soll Personen aus verwandten fachlichen Ausbildungen ein Umstieg an eine Schule ermöglichen werden. Grundsätzlich kann dies eine Bereicherung darstellen, denn privatwirtschaftliche Tätigkeiten von Lehrkräften inkludieren wertvolles Know-How. Die Bedingungen müssten aber ähnlich sein wie für Techniker zum Beispiel, die berufsbegleitend ein Bachelorstudium in Pädagogik absolvieren müssen – ansonsten gäbe es qualitative Einbußen.

 

 

Aber auch hier gilt – der Lehrermangel hat sich jahrzehntelang abgezeichnet – und diese Lösungen werden nun aus der Not heraus geboren – ungeplant und unkoordiniert und nicht erst seit Polascheks Amtsantritt. Er aber müsste nun konkrete Lösungen schnell anbieten – denn „Der Hut brennt!“ Seine mangelnde Agilität und geringe Lösungskompetenz im schulischen Kontext lassen jedoch keinen Optimismus aufkommen!

 

 

 

 

Jahreshauptversammlung des Freiheitlichen Lehrerverbandes, FLV Bildungsprogramm

 

Am 25. und 26.06.2022 fand im Hotel Bräuwirth in Bergheim die Jahreshauptversammlung des FLV mit Klausur zu einem aktualisierten Bildungsprogramm statt. Es stand diesmal keine Wahl an. Themen waren neben dem Bericht der Obfrau über das vergangene Vereinsjahr, den Länderberichten und dem Bericht des Kassiers auch die Arbeit der FPÖ im Nationalrat zum Thema „Bildung“, die von Hermann Brückl, dem Bildungssprecher der FPÖ im Nationalrat referiert wurde. Auch Dr. Susanne Fürst folgte der Einladung und widmete sich dem Verfassungsrecht und den Rahmenbedingungen an Schulen während der Corona Pandemie, welches viel Diskussionsstoff lieferte.

In vielen sehr intensiven Arbeitsstunden wurde an beiden Tagen die von der FLV-Obfrau erstellte Neufassung des Bildungsprogramms von 2017 vorgestellt und auf Basis von zuvor eingeholten Stellungnahmen der Landeslehrervereine in gemeinsamer Diskussion akkordiert und erweitert. Die finale FLV-Version wird mit der FPÖ in einer Arbeitssitzung vor dem Bundesparteitag im September noch einmal diskutiert und eventuell ergänzt werden. Der Idealfall wäre die Kongruenz beider Programme und die Präsentation eines FPÖ-Bildungsprogramms im Herbst.

 

Das Seminar war sehr produktiv und enthält die Expertise vieler erfahrener Lehrer aus den Bundesländern. Die Kooperation mit dem Bildungssprecher Hermann Brückl und dem Vorstand des FLV funktioniert sehr gut und somit ist Optimismus angesagt, dass dieses gemeinsame Projekt eines FPÖ Bildungsprogramms erfolgreich sein wird. (2.7.2022)

 

 

Generalversammlung des FLV Kärnten

 

 

Am 8. Juni 2022 fand die Generalversammlung des FLV Kärnten im Gasthof Bacher in Villach statt. Mag. Dr. Regine Stangl wurde einstimmig als Obfrau bestätigt, als Stellvertreter wurden Mag. Elisabeth-Dieringer-Granza und Mag. Jürgen Ozwirk gewählt. Eva-Maria Müller (Elternvertreterin) und Florian Lanner (Obmann der Freien Schüler) gehören als Schriftführer dem Vorstand ebenfalls an wie Wendelin Mölzer (ehemaliger Bildungssprecher der FPÖ im Nationalrat). Der FLV Kärnten möchte eine Bildungsplattform für alle im Bildungsprozess Involvierten sein und hat deshalb auch Eltern und Schüler als Mitglieder in seinen Reihen. Dies ermöglicht einen breiten Blickwinkel in der Bildungsthematik.                                                                                                  

 

 

Ist das schlechte Lehrerimage ein gesellschaftliches Problem?

 

Anlässlich eines Besuches auf dem „Affenberg“ in Villach Landskron blieb Minister Polaschek zwar keine weitere Zeit für Schulbesuche, aber für ein Interview mit der Woche Kärnten (8. Juni 2022).

Die Überschrift „Das Image der Lehrer soll verbessert werden“ bringt mich etwas zum Kopfschütteln. „Warum ist denn das Image schlecht?“, frage ich mich.

Weil unsere Gesellschaft gerne schimpft, ob berechtigt oder nicht berechtigt, ob durch Fakten belegt oder aus dem Bauch heraus. Früher hätte man sich das nicht getraut – aber in einer offenen Gesellschaft ist alles erlaubt – von jedem und jeder. Und jeder redet mit, ob er im Recht ist oder auch nicht.

Der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff hat vor Jahren ein Buch (mit einem Folgeband) herausgegeben mit dem Titel „Warum unsere Kinder Tyrannen sind“. Er sieht darin viele Eltern in einer Art Symbiose mit ihrem Kind. Dadurch, dass das Kind als „verlängerte Gliedmaße“ des Elternteils fungiert, werden Lehrer von Eltern öfter attackiert, mit Schuldzuweisungen überhäuft und auch höhere Institutionen eingeschaltet, bevor mit den betroffenen Pädagoginnen und Pädagogen gesprochen wird. Mobbingvorwürfe gegenüber Lehrkräften, die Fehlverhalten mehrmals urgieren, um sich dem Unterrichten widmen zu können, gehört zu dieser Art von Tabubruch, der Spuren hinterlässt. Nach dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

In den letzten Jahrzehnten ist der Begriff „Disziplin“ negativ besetzt worden. Immer mehr hat man im Bildungsministerium und in den Landesschulräten (den Vorgängern der Bildungsdirektionen) die Schüler und Eltern mitreden lassen, wie Unterricht funktioniert. Auch Regeln werden von Eltern gebrochen und Kinder zuhause behalten, wenn ein Test nicht geschrieben werden soll. Eine Entschuldigung ist schnell geschrieben. Das Signal an den Nachwuchs ist aber auch eindeutig. Dies konterkariert was an Schulen wichtig wäre – klare Regeln mit klaren Konsequenzen. Die Autorität des Lehrpersonals wurde so mit der Zeit untergraben. Polaschek zur „Woche“:

„In Österreich passieren viele tolle Dingen an den Schulen, trotzdem gibt es einen eher negativ geprägten Diskurs, etwa nach Pisa-Testungen. Spricht man immer schlecht über Schulen, so glauben das die Leute irgendwann.“

Irgendwie mutet diese Äußerung naiv an. Nur weil das angeblich gesagt wird, glauben es die Menschen? Wo doch jeder Staatsbürger Schulen besucht hat und sich selbst ein Bild gemacht hat, schlechte Noten mit Frusterlebnissen hatte oder auch gute aufgrund von Anstrengung und Talent. Lehrer sind keine Freunde – können das in ihrer Rolle auch gar nicht. Nein, sie sind Autoritätspersonen, als die sie oft nicht mehr betrachtet werden und vielfach zum „Freiwild“ mutiert – mit Angst von Anwälten in die Knie gezwungen zu werden oder verbalen, sogar körperlichen Attacken ihrer Schützlinge oder deren Eltern ausgesetzt sind. Weit haben wir es als Gesellschaft gebracht!

Jeder 6. Lehrer möchte aufhören oder sucht nach Alternativen. Die Ausbildung wurde verlängert, aber nicht wirklich verbessert. Nun fehlt Personal ohne die Pensionierungen zu berücksichtigen. Quereinsteiger sollen nun die Lösung bringen. Vor allem die Mittelschulen in den Ballungsräumen werden zu „Restschulen“ und „Auffanglagern“ für problematische Schüler und Neuzugänge, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Diese Situation in den Klassen sorgt für verbale und körperliche Gewalt, Mobbing und andere Verhaltensauffälligkeiten. Die Rolle der Lehrkraft liegt aber primär am Vermitteln von Kompetenzen und nicht am ständigen Disziplinieren. Es muss möglich sein, verhaltensauffällige Schüler, die das System im Unterrichtsgeschehen zum Kippen bringen, durch Supportpersonal begleiten zu lassen und aus dem Unterricht zeitweilig zu entfernen, wenn nötig. Damit diejenigen etwas lernen können, die wollen. In einer angenehmen Lernatmosphäre. Und nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass man eben nichts lernt – trotz dem Bemühen der Lehrkräfte.

Ich denke all das ist Martin Polaschek nicht wirklich bewusst. Leere Worthülsen lösen keine Probleme. Masken und Testungen auch nicht. Daran wird konkret gearbeitet. Wo die angeblich 20 Prozent mehr Schulpsychologen und die angeblich doppelte Anzahl an Sozialarbeitern eingesetzt werden, wäre interessant zu wissen. Mir sind sie bis jetzt nicht begegnet. (13.6.2022)

 

 

 

 

ACHTUNG DATENSCHUTZ! Die QMS Plattform erreicht man unter www.iquesonline.net und es können dort Fragebögen erstellt werden nachdem ein eigener Account eingerichtet wurde. Beim Individualfeedback ist allerdings nicht geklärt, ob die erhobenen Daten für die Bildungsdirektionen oder das Ministerium ersichtlich sind bzw. ob diese anonymisiert werden. Zumindest ist Skepsis angebracht, wenn man sich ansieht, dass es Fragebögen (a) für weibliches Lehrpersonal und Fragebögen (b) für männliches Lehrpersonal gibt. Soll eine Genderstudie aus diesen Daten erfolgen?

 

Deshalb empfehlen wir den Personalvertretungen an den Schulen, die Garantie der Bildungsdirektionen einzufordern, dass diese Daten nicht zum Disziplinieren von Lehrkräften verwendet werden! Dass der Datenschutz in Zeiten von Covid nicht mehr ernst genommen wurde, ist bekannt. Dass auch eine Lehrerapp eines Schülers über Monate vom Dienstgeber geduldet wurde, eine andere traurige Tatsache. 

 

Die Verpflichtung jedes Lehrers zumindest ein Individualfeedback pro Jahr von seinen Schülern einzuholen, die zuvor freiwillig erfolgte, ist eine Neuerung. Die Tatsache, dass unsere (jüngeren) Schüler zwar nicht geschult sind, konstruktives Feedback zu geben - ihre Lehrkräfte aber anonym beurteilen dürfen - spricht für das Abwälzen von Problemen der Verantwortlichen an die Schulen. Das nennt man dann gelebte Schulautonomie.

 

Was passiert mit den Daten? Laut Information des Ministeriums dient QMS der "Rechenschaftslegung gegenüber Institutionen, Vorgesetzten und der Öffentlichkeit". Misstrauen bleibt angesichts dieser Formulierungen! Qualitätsmanagement ja - aber fair und zielführend! Mit kompetenten Prozessbegleitern und keinen politischen Günstlingen!

 

 

 

DAS SOZIALE VERHALTEN VON AFFEN IST WIRKLICH BEACHTLICH! 

 

Angeblich werden die Schulpläne für den Herbst gerade erarbeitet. Unser fleißiger Minister Polaschek besuchte kürzlich zwar die Makaken am Affenberg in Villach Landskron (er ist ja auch für Wissenschaft zuständig) – schafft es aber nicht, einer einzigen der Brennpunktschulen in Villach einen Besuch abzustatten, wo er sehen würde, wie dringend Unterstützung für Lehrkräfte in Form von Schulpsychologen, Sozialarbeitern etc. notwendig wäre. Offensichtlich ist Fatalismus angesagt. Denn von der Situation am Affenberg ist man nicht mehr weit entfernt. Disziplinär, leistungsmäßig, bezüglich sozialen und gesellschaftspolitischen Problemen. Ausgang ungewiss, aber zu erahnen – wenn nicht dringend gehandelt wird!

 

 

Aber die Affen am Berg sind sehr putzig anzuschauen und verfügen über erstaunliches soziales Verhalten!

 

 

 

 

Am 1. Juni schrieb die Presse „Der schwedische Weg war doch nicht ganz falsch“. Im ORF kann man dieses Thema durch jahrelange Propaganda für die Regierung offensichtlich nicht behandeln – um das Damoklesschwert Lockdowns und Impfzwang im Herbst wieder mitbefeuern zu können. Der Rechnungshofbericht stellt der Regierung ein katastrophales Zeugnis bei der Pandemiebekämpfung aus. Man hat aber nicht daraus gelernt, um im Herbst besser gerüstet zu sein. Die Datenlage ist nach wie vor schlecht, die Koordination der Länder funktioniert sehr mangelhaft. Der kommende Schulherbst lässt Schlimmes erahnen!

 

Ein Vergleich der Daten zeigt, dass Länder, in denen die Menschen als selbstdenkende Wesen betrachtet werden und wo Selbstverantwortung und Freiheit keine leeren Worthülsen sind, ihre Bevölkerung mit Überzeugungsarbeit auf den gewünschten Weg bringen - und nicht mit Angst und der Keule von Oben.  Im Anschluss die Zahlen im Vergleich.

 

 

SCHWEDEN

 

 

Schulschließungen: bis Mai 2021 laut OEAD Bericht: 20 Tage Vollschließungen,

11 Tage Teilschließungen

 

 

PCR Tests: 1.800   pro 1.000 Einwohner

 

 

 

Impfquote: 75 % mind. 2 Dosen,

                   77% 1 Dosis

 

KEIN IMPFZWANG!

 

 

 

Übersterblichkeit: nicht höher als in Österreich

 

 

 

 

 

Quelle: NFZ vom 9.6.2022

ÖSTERREICH

 

 

Schulschließungen bis Mai 2021 laut OEAD Bericht: 82 Tage Vollschließung, 70 Tage Teilschließungen

 

 

PCR Test:  20.400   pro 1.000 Einwohner

(kein nennenswerter Zusatznutzen bei der Pandemiebekämpfung)

 

Impfquote: ca. 74 % mind. 2 Dosen

                   ca. 77% 1 Dosis

 

IMPFZWANG ZWAR AUSGESETZT, ABER DER NÄCHSTE HERBST KOMMT BESTIMMT!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

QMS & Co. – Wie gut sind Österreichs Lehrer?

 

 Vor ungefähr einem Jahr wurden Österreichs Lehrkräfte von ihren Schulleitungen aufgefordert eine sehr umfangreiche Selbsteinschätzung mit vielen Fragen über die Qualität an ihrem Standort abzugeben. QMS (Qualitätsmanagement an Schulen) ersetzte ab Herbst 2021 SQA (Allgemeinbildung) und QiBB (Berufsbildung) an allen Schultypen. Doch erst jetzt kommt nach Covid etwas Schwung in die Sache.

 

Was ist das Ziel? In den Mittelpunkt der Arbeit sollen das Lernen sowie die Schülerinnen und Schüler an den einzelnen Schulstandorten gestellt werden, wobei die Kooperation der Unterrichtenden durch Teamarbeit gestärkt werden und dadurch professionelle Unterrichtsentwicklung ermöglicht werden soll. Als weiteres Argument wird die Entlastung der Einzelnen durch die kollegialen Hilfestellungen angeführt.

 

QMS hat zwei Funktionen: die Qualitätsentwicklung und die Qualitätssicherung. Die Notwendigkeit der Qualitätsentwicklung ist aus unserer Sicht klar, die der Qualitätssicherung ist bei näherem Hinsehen hinsichtlich der Zielrichtung mit Vorsicht zu betrachten. All drei Perspektiven (Schulorganisation, Lehrerteams, Einzel-Lernende) definieren den Zweck mit Selbstvergewisserung und Rechenschaftslegung gegenüber anderen. Das können dabei die Schulpartner, die Schulaufsicht, Vorgesetzte, das Kollegium und die Öffentlichkeit sein.

 

Grundsätzlich ist ein zielorientiertes Qualitätsmanagement in allen öffentlichen und privaten Institutionen eine Notwendigkeit und professionelles Personal, das erfolgreich an gemeinsam formulierten Zielen arbeitet, letztendlich für den gemeinsamen Erfolg eines Unternehmens verantwortlich. Im Falle der Lehrkräfte soll die fachbezogene, didaktische, kommunikative, soziale und digitale Kompetenz optimiert werden, um so auf die veränderten Bedürfnisse der Zielgruppe der Lernenden (und Eltern) eingehen zu können und der Öffentlichkeit (Ministerium, Bildungsdirektionen, Steuerzahler) Rechenschaft ablegen zu können. Auf der Homepage des Bundesministeriums finden sich Beispiele für Schulentwicklungspläne (ca. 8 Seiten pro Plan) mit einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Schulleitung und Schulaufsicht bezüglich der Ziele. Dieses QMS dürfte die erste Phase der Schulautonomie an Österreichs Schulen einleiten, von der wir seit Beschluss der Schulrechtsreform noch nicht viel mitbekommen hatten. Ganz im Gegenteil: eine Verordnung nach der anderen von oben bestimmten den Ablauf – ohne nennenswerte Selbstbestimmungsmöglichkeiten.

 

Verbesserte Qualität an Schulen insgesamt, höhere Leistungsbereitschaft unter den Lernenden – das wünschen wir uns alle. Die Frage der Kontrolle ist jedoch keine unermessliche. Direktoren, die das Qualitätsmanagement an ihre jeweiligen Fachgruppen auslagern und theoretische, bürokratische Pläne erstellen lassen (welche in den Schubladen der Bildungsdirektionen gehortet werden), werden vielerorts nach wie vor nicht nach objektiven,  professionellen Kriterien und auf ihre Managementfähigkeiten hin ausgewählt. Damit diese ambitionierten Pläne auch funktionieren, bedarf es aber einer exzellent geschulten Schulleitung und Schulaufsicht, die sich auch die Mühe macht, Lehrerteams moralisch und fachlich zu unterstützen, Prozesse professionell zu begleiten, die Pflichten der Lernenden einzumahnen und wenn notwendig, die Eltern in ihre Pflicht zu nehmen etc. Österreichs Lehrer leisten großteils sehr ambitioniert sehr viel und sind auch teamfähig - bei einzelnen „schwarzen“ Schafen wird „oben“ meist weggesehen, Verweigerern passiert meist nichts. Das sollte geändert werden.

 

Wir brauchen keine aufgebauschte Bürokratie, aber Unterstützung der Öffentlichkeit und eine veränderte Sicht gegenüber dem, was Schule und Lehrer leisten. Supportpersonal an die Schulen zu bringen, damit wir unseren pädagogischen Pflichten bestmöglich nachkommen können, ist ein Gebot der Stunde!

Wir freiheitlichen Lehrer stehen für Transparenz und Leistung – aber nicht für unsachliche und subjektive Agitation sowie Lehrer-Bashing! Schulen sind keine Dienstleistungsbetriebe wie Hotels und Gastgewerbebetriebe, wie vielfach kolportiert – sondern Bildungseinrichtungen, die das bestmögliche für die Schülerinnen und Schüler bieten sollten, jenseits von politischen und gesellschaftlichen Vereinnahmungen. Leistung und Qualität ja – aber mit Augenmaß und Weitblick und mit so wenig Bürokratie wie möglich.

Damit der Fokus wirklich auf die Lernenden gerichtet werden kann, denen wir den Weg in eine erfolgreiche Zukunft weisen wollen. Motivation unter den Lehrenden (im und ohne Team) hängt aber auch stark von den Rahmenbedingungen ab, die leider vor allem im Pflichtschulbereich in den Ballungsräumen sehr herausfordernd sind. Da gäbe es ebenfalls viel zu tun, was schulautonom nicht lösbar ist!  (29.5.2022)

 

 

 

 

Ist Schummeln ein Kavaliersdelikt?

 

Hand aufs Herz? Wer hat in seiner Schulzeit nicht selbst den einen oder anderen Schwindelzettel geschrieben und zum Einsatz gebracht? Ich kann mich daran erinnern, mir zwar ein paar geschrieben, – sie aber nie gebraucht und verwendet zu haben – da dies für mich die effektivste Methode war, um mir Stoff einzuprägen.

 

Vor allem im englischsprachigen Raum erlaubt es der Ehrenkodex vornehmlich an Privatschulen nicht zu schwindeln. Schüler betrachten dies als eine sehr unfaire Methode, um Leistungen vorzutäuschen, die man nicht verdient hat. Und „Schwindler“ werden verachtet.

 

Über die Jahrzehnte sind die Schwindelversuche hierzulande immer dreister geworden. Mädchen kleben Zettel unter ihre Röcke (wehe dem männlichen Pädagogen, der das aufdeckt!), aber auch WhatsApp Botschaften machen die Runde. Und nicht bei jeder Schularbeit werden verbotene Hilfsmittel aus dem Verkehr gezogen. Es gibt sogar Assistenz von außerhalb der Schule, die zu guten Noten verhilft – Nachhilfelehrer und Verwandte zum Beispiel. Es geht scheinbar ums Überleben und um auszuhelfen, sind auch Erwachsene bereit, illegale Wege zu beschreiten. In der Regel bleiben solche Aktionen unentdeckt, werden anektotenhaft unter Schülern erzählt.  

 

Nun lässt ein Fall in der Steiermark aufhorchen, wo eine Kandidatin bei der heurigen Zentralmatura eine Knopflochkamera vom Typ, der bereits zu Führerscheinprüfungen hätte verhelfen sollen, zum Einsatz brachte. Sie wurde dabei erwischt und der Herbsttermin ist ihr sicher. Mehr als das: die Zeitungen mutmaßen sogar, dass es dafür Haft geben könnte, weil es sich bei der Matura um ein staatliches Examen handelt. Mich erinnert diese Prognose an den Fall eines Mädchens in Villach, das sich mit einem gefälschten Ausweis Zutritt zu einem Nachtklub verschaffen wollte – und aufflog. Vier Jahre bedingte Haft waren die Folge – weil sie noch unbescholten war. Also doch kein Kavaliersdelikt.? Nein, mit Sicherheit nicht.

 

Es ist richtig, dass strenger kontrolliert wird – vor allem bei abschließenden Prüfungen, die auch mit Qualifikationen und Berechtigungen einhergehen. Am besten vor Beginn einer Prüfung, um Schwindelversuchen vorzubeugen. Auch die Konsequenzen sollten im Vorfeld klar definiert sein. Wobei das Riskieren eines Herbsttermins auch schon abschreckend sein müsste. Eine Schule in Linz bringt sogar einen Metalldetektor bei Eintritt der Kandidaten in den Prüfungsraum zum Einsatz., um den Umlauf von Zweithandys, Smart Watches usw. zu unterbinden, eine andere erlaubt nur Schulkugelschreiber.  

 

Grundsätzlich ist der Druck auf die Maturantinnen und Maturanten schon beachtlich. Und Präventivmaßnahmen in Ordnung – die Prüfungen selbst sollten allerdings in einer angenehmen Atmosphäre abgehalten werden.

 

Der Prozentsatz der Schüler, die bei abschließenden Prüfungen schwindeln, ist meiner Meinung nach eher gering. Bei Multiple Choice Aufgaben in den Fremdsprachen und in Mathematik sind die aufsichtsführenden Lehrpersonen gefordert, gut aufpassen. In Englisch zum Beispiel bleibt bei der größten Hürde, dem Hörverständnis, allerdings keine Zeit zum Schwindeln. Die Abgabe muss in weniger als einer Minute nach dem Durchlauf einer MP 3 Datei erfolgen – mit Übertragung der Lösungen auf ein Antwortblatt. Das bedeutet für die Kandidaten wirklich enormen Stress - der bei einer Klausur dieses Formats ohnehin sehr groß ist. Ausreichendes Nachdenken sollte ermöglicht werden, ansonsten kommt es ebenfalls zu Verfälschungen bei der Kompetenzermittlung. Aber die Vorgaben kommen vom Ministerium und sind für alle gleich anzuwenden.

 

 

Mag sein, dass das Distance Learning das Vertrauen vieler Schüler in sich selbst geschädigt hat und sie dadurch vermehrt zum Schwindeln neigen. Weil sie denken im Gegensatz zu früheren Jahrgängen mehr Defizite durch die Covid-Zeit angehäuft zu haben. Mitnichten, glaube ich.  Die Resultate bei der Zentralmatura dürften kaum schlechter als in den letzten Jahren sein. Da nun die schriftlichen Prüfungen vorbei sind, beginnt nun die Vorbereitung auf den mündlichen Teil. Damit hat man dann wieder eine „vollwertige Matura“ in der Tasche. Das schafft Selbstbewusstsein und die Vorbereitung auf diese lenkt vor allem von den anderen „Grauslichkeiten“ ab, die rund um uns passieren. Ein Stück wiedergewonnene Normalität ist das – und das ist gut so!

(23.5.2022)

 

 

             

    Ausblick auf einen ungemütlichen Schulherbst - das hatten wir doch schon!

 

Der gestrige Auftritt von Bildungsminister Polaschek in der ZIB 2 lässt für den Herbst  nichts Gutes verheißen. Masken und Tests werden in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stehen, in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsminister werden diverse Szenarien angedacht und bundesweit gültigen Maßnahmen zugeordnet. Man bereitet intensiv vor - nach Außen dringt selbstverständlich nichts im Detail - weil man ja nichts weiß!

 

Wenn man bei sommerlichem Wetter in Österreichs Klassenzimmern steht oder sitzt, fragt man sich, warum man noch nie überlegt hat Durchlüftungssysteme, die gegen Viren und Hitze Wirkung zeigen würden - und die es auf dem Markt gibt - flächendeckend zu installieren. Stattdessen bevorzugt man es, milliardenschwere weitere Covid-Maßnahmenpakete zu schnüren, die für alle im Schulumfeld Beteiligten eine Zumutung darstellen. Aber im Notfall gibt man halt Hitzeferien oder sperrt ganz zu - als ob wir nach 2,5 Jahren Corona problemlos in eine weitere Runde gehen könnten. 

 

Etwas mehr "über den Tellerrand" hinauszublicken, würde den sehr gut bezahlten Verantwortlichen nicht schaden! Aber ob es um explodierende Energiekosten und Lebensmittelpreise geht oder um Detailbereiche - dieser Regierung fehlt die Fähigkeit und der Wille auch einmal an die Menschen zu denken, die keinen "Geldesel" zu Hause stehen haben.

 

(21.5.2022)

 

 

 

 

Lichtblick am Donnerstag

von Reinhard Koller

 

Natürlich hätte es auch ein Montag oder Mittwoch gewesen sein können, tatsächlich ist die erste Erfolgsmeldung an einem Donnerstag in meiner Mailbox gelandet.

Zu den Fakten: Vor einigen Wochen/ Monaten wurde der Entwurf für eine neue Eignungsprüfungsverordnung der BAFEPs (mit Streichung der kreativen und sportlichen Bereiche) bekannt. Kenner der Materie waren sich sofort einig, dass dies nur ein erster Schritt zur Einleitung weiterer Kürzungen in diesem Schultyp sein konnte.

Neben den Rückmeldungen, dass Widerstand sowieso sinnlos, Leserbriefe niemals Wirkung zeigen könnten und man sich mit Stellungnahmen nur die Finger verbrennen würde, fand sich letztendlich doch eine ansehnliche Anzahl an Einzelpersonen, Personalvertretern, Fachinspektoren und Abteilungsvorständinnen, die die Angelegenheit nicht widerspruchslos über sich ergehen lassen wollten.

Ich persönlich habe als überparteilicher Personalvertreter (neben teils veröffentlichten Leserbriefen) an alle parlamentarischen Bildungssprecher geschrieben und nur von „Grün“ und „Blau“ eine Antwort erhalten: Die Grüne Sibylle Hamann verwies mich – nebst Aufklärung über ihre ideologisch stark gefärbte Sichtweise zur Inklusion – auf die Möglichkeit der Stellungnahme. Der freiheitlicher Bildungssprecher Hermann Brückl kündigte parlamentarische Initiativen in unserem Sinne an, den anderen Volksvertretern war die Meinung der Betroffenen anscheinend egal oder sogar lästig.

Nach Ablauf der Begutachtungsfrist rechnete niemand mehr mit einer Änderung des Verordnungsentwurfs. Doch dann – an einem Donnerstag - wurde bekannt, dass die befürchtete Reform ersatzlos abgeblasen worden war.

Fazit: Widerstand gegen Schwachsinn im Bildungsbereich (und anderswo) kann durchaus zielführend sein. Mit entsprechender Vernetzung und Kommunikation kann man den scheinbar Allmächtigen durchaus lästig werden und den einen oder anderen Erfolg erzielen.

„Ostbahnkurti“ Willi Resetarits (vor kurzem tragisch verunglückt) war uns zwar ideologisch nicht wirklich nahe stehend, seinen Stehsatz „lossts eich nix gfoilln!“ kann ich aber durchaus weiterempfehlen.

21.5.2022

 

 

 

 

Zwischenruf aus Niederösterreich

von Reinhard Koller

Testfreiheit in der Schule

 

Seit einigen Wochen „dürfen“ wir uns wieder maskenfrei im ganzen Schulhaus bewegen – und eigentlich geht niemandem etwas ab…

Tatsächlich geht aber die Zeit ab, die durch die nach wie vor verpflichtende Testung verloren geht. In meinem Fall sind das in zwei Klassen jeweils 25% der Unterrichtszeit. Wenn man das Pech hat, den PCR-Test in einem Ein-Stundenfach durchführen zu müssen, steigt der Zeitverlust auf bis zu 50%. Noch unangenehmer als die zeitliche Komponente empfinde ich persönlich, dass es nach der Phase des „kollektiven Röhrchenspuckens“ ziemlich schwer ist, wieder auf den normalen Unterricht umzuschalten – der Impuls am Anfang geht einfach verloren.

Zu den Fakten: Die positiv Getesteten werden immer weniger – an meiner Schule gab es in den letzten sieben Wochen nur einen positiven Fall – eine Aufrechterhaltung des zeit- und kostenintensiven Testregimes lässt sich also sachlich nicht mehr argumentieren.

Mittlerweile mehren sich die Indizien, dass rund um die Testungen inklusive der auswertenden Labore nicht nur Faktenbasiertes, sondern auch viele wirtschaftliche Interessen die tatsächlichen Gründe für die Aufrechterhaltung sind.

Ärztekammer-Präsident Szekeres wurde ja bekanntlich bereits (demokratisch) abgewählt, mir würden aber noch weitere Personen einfallen – angefangenen bei den (gefühlt) im Halbjahresrhythmus wechselnden Gesundheitsministern, über die Mitglieder der sinnbefreiten Gecko- und Ampelkommissionen bis hin zu den Verantwortlichen der aktuellen (kaum vorhandenen) Bildungspolitik.

Da kann man eigentlich nur auf den nächsten ÖVP-Skandal hoffen – normalerweise folgen dann immer (zur Ablenkung) die längst fälligen Corona- Lockerungsmaßnahmen.

15.5.2022

 

 

 

 

 

BRENNPUNKT WIEN:  Verfehlen der Bildungsziele und Personalmangel

 

Es erscheint fast unfassbar, wenn man sich den Bildungs- und Integrationsbericht für Wien, präsentiert von ÖVP Stadtrat Karl Mahrer, vor Augen führt. Demnach sollen 80% der Kinder an Volksschulen und Mittelschulen die geforderten Bildungsziele nicht erreichen. Ein großes Problem dabei sind die mangelnden Deutschkenntnisse. Selbst wenn die Kinder das gesamte Schulsystem durchlaufen, ist die Bilanz ernüchternd. Mittlerweile sind 10.000 Wiener Schüler nicht in der Lage, am regulären Unterricht teilzunehmen. Schockierend an der Tatsache ist das Faktum, dass ca. 60 % dieser außerordentlichen Schüler bereits in Österreich geboren wurden, wie Mahrer in einer Pressekonferenz kürzlich dokumentierte. Die österreichische Staatsbürgerschaft haben bereits mehr als 30 Prozent inne. Man würde meinen, diese Kinder hätten keine Förderungen erhalten, was so nicht stimmt. Die durchschnittliche Besuchsdauer dieser Kinder in Kindergärten beträgt ca. 2,5 Jahre.

 

Warum diese eklatanten Deutschdefizite? 58,5 Prozent der Wiener Kinder haben Deutsch nicht als Muttersprache, sprechen diese aber zumindest als Umgangssprache. Was läuft hier also schief?

 

Mahrer führt dies auf „fehlendes Verantwortungsbewusstsein der Eltern“ zurück.  Was kann damit gemeint sein? Mangelnder Integrationswillen der Eltern, Abschottung der Kinder in der Freizeit, kein Kontakt zu Familien in denen zuhause Deutsch gesprochen wird, keine Konsumation deutschsprachiger Medien, Ghettobildungen, eine verfehlte Integrationspolitik, die auf „Freiwilligkeit“ setzt. Aber auch zu wenig Personal in Kindergärten, um gezielte Sprachförderung anbieten zu können, überlastetes Lehrerpersonal, disziplinäre Probleme aufgrund mangelnden Respekts gegenüber Lehrpersonen, Elterninterventionen, Inkonsequenz sowie zu wenig Ressourcen an Supportpersonal und Schulpsychologen.

 

Dass so viele Kinder in Deutschförderklassen verbringen, kann auch nicht die Lösung des Problems sein, obwohl deren Einführung wichtig war. Sie sollten eigentlich Neuankömmlingen (wie den Kindern aus der Ukraine) dienlich sein, um schnell Deutsch zu erlernen, und nicht mit Kindern voll sein, die bereits in Österreich geboren wurden und der deutschen Sprache nach wie vor nicht mächtig sind.

 

Ab einem gewissen Prozentsatz solcher Kinder im Klassenverband kollabiert das System. Deshalb unsere Forderung, eine Grenze von 30 % für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache pro Klasse einzuziehen, um den anderen Kindern eine Chance auf altersadäquate Bildung in der Sprache Deutsch zu ermöglichen. Privatschulen als Lösung für alle, die es sich leisten können, lehnen wir ab. Ein öffentliches Schulsystem sollte es leisten können, jedem die Bildung zuteilwerden zu lassen, die er benötigt. Unlimitiert Menschen aus der ganzen Welt ein Leben in Österreich zu ermöglichen, endet ebenfalls im Chaos – nicht nur im Bildungsbereich!

 

Also die Verantwortung liegt an der Politik – die außer Lippenbekenntnissen und Korruptionsskandalen im Moment nichts Konstruktives zu bieten hat. Zum Nachteil unserer Kinder und Jugendlichen!

 

Man wurstelt weiter. Hört nicht auf Hilfeschreie von Lehrkräften, bürdet ihnen die Erziehungsagenden auf, was auf Kosten des Lehrstoffes geht. Man mutet ihnen administrative Zusatzaufgaben auf (man denke an die Covid-Testungen, Maskenpflichtkontrollen etc.), anstatt sie ihrer eigentlichen Ausbildung entsprechend einzusetzen. Das Problem setzt sich natürlich fort und somit hat jede weiterführende Einrichtung damit zu kämpfen, dass die „Hausaufgaben“ zuvor nicht erledigt wurden und die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Das erzeugt zu Recht Frust unter den Lehrern. Hinzu kommt ein bereits bestehender eklatanter Lehrermangel, der Österreich bald intensiv beschäftigen wird. Nicht nur Wien.

 

 

Regine Stangl                                            14.5.2022

 

 

 

Ein paar Zeilen zum Muttertag am 8. Mai 2022 – abseits von Kommerz

 

Wie jedes Jahr sind viele Mütter in Österreich erleichtert, dass die schriftliche Zentralmatura ihrer Kinder abgeschlossen ist. Man hat mitgezittert und Daumen gedrückt. Aber auch gehofft, dass nicht ein positiver Coronatest ein Antreten zunichtemacht.

 

Seit Beginn der Pandemie ist Vieles im Umschwung. Psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen haben zugenommen, mangelnde Leistungsfähigkeit oder mangelnde Motivation, Schulabbrüche, eine Unterbrechung der Schulausbildung, weil die Maßnahmen für Einzelne zu stark in die persönliche Entscheidungsgewalt hineingegriffen haben. Und auf der anderen Seite die Mütter, von denen erwartet wird, dass sie wie ein Fels in der Brandung tagtäglich Stärke, Resilienz und Ruhe ausstrahlen, um ihre Kinder zu begleiten – durch eine Welt, die Fragen aufwirft, Unsicherheiten erzeugt, Instabilität vermittelt – ja sogar Krieg und Angst. Und auch sie an den Rand des Schaffbaren gebracht hat.

 

Die Rolle der Mutter in der Gesellschaft ist für alle Generationen von großer Bedeutung, für Söhne ebenso wie für Töchter. Durch die Geburt und die intensive Erziehung vor allem in den ersten Lebensjahren entsteht eine enge Bindung, die viele von uns kennengelernt haben. In jedem Alter und in jeder Entwicklungsstufe nimmt die Mutter eine größere oder auch geringere Rolle ein. Die Beziehung ist von starken Emotionen geprägt – im positiven wie auch im negativen Sinn. Sie ist verletzlich und gleichzeitig stark, sie klagt an und verzeiht. Mehr als man jedem anderen Menschen verzeiht, verzeiht man seinem Kind, aber auch seiner Mutter. Letztendlich, wenn die Mutter stirbt, ist das auch für ältere Menschen eine tiefe Zäsur, mit Wehmut und mit dem Gefühl des Verlustes verknüpft. Obwohl sich das Rollenbild der Mutter über die Jahrzehnte gewandelt hat, ebenso wie die Gesellschaft und die Herausforderungen insgesamt – die Beziehung zwischen Mutter und Kind bleibt ein Leben lang etwas Besonderes.

 

Der Muttertag, 1914 in den USA ins Leben gerufen, hat eine lange Tradition. Wenn sein Sinn heute hinterfragt wird – dann von Frauenrechtlerinnen, die die Mütter mit „Heimchen am Herd“ gleichsetzen. Doch diese Haltung wertet die gesellschaftlichen Leistungen der Mütter zu Unrecht ab.

 

Die ältere Generation von Müttern hat sich aufgeopfert für ihre Kinder, ihnen Halt und Schutz gegeben und Werte vermittelt, von denen unser gesamtes gesellschaftliches System heute profitiert. Und bekommen dafür heute eine geringe oder gar keine Pension. Obwohl sie selbst auf berufliche Verwirklichung verzichtet haben – wie in dieser Generation weitgehend üblich – haben sie ihren Töchtern die Bedeutung einer guten Ausbildung für mehr Unabhängigkeit vermittelt. Ihre Leistungen dürfen wir nicht vergessen! DANKE dafür!

 

Ich würde mir wünschen, dass die heutigen Mütter ihren eigenen Weg finden zwischen Familie und Karriere und die Wahlmöglichkeit haben, wie sie ihre Mutterrolle leben wollen. Die Bedeutung dieser Rolle muss in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert haben und es müssen die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Mutterschaft und Karriere gut vereinbart werden können. Aber auch die Rolle des Vaters soll eine starke sein und beide Elternteile sollen zum Wohle ihrer Kinder partnerschaftlich agieren. Denn kleinen und großen Kindern Halt, Sicherheit und ein offenes Ohr zu schenken ist in unserer Zeit wichtiger denn je!

 

ALLES GUTE ZUM MUTTERTAG UND WEITERHIN EIN GROSSES HERZ FÜR UNSERE KINDER!

 

 

 Regine Stangl (7.5.2022)                                                                                                   Foto: Blumengarten Hirschstätten, Wien

 

 

 

AUS DEM MASKEN UND TESTREGIME!

 

Schulbeginn wie gehabt – Masken auf den Gängen, am Platz darf man sie abnehmen. Ein PCR Test wöchentlich statt drei Tests pro Woche – „Step by step“ nähert man sich der Normalität. Mehr geht nicht – aus Angst Fehler zu machen, medial zerstört zu werden, den Job zu verlieren!

Laut Bildungsministerium, unterstützt durch die Bildungsdirektionen, müssen Maturanten in den letzten beiden Wochen vor Beginn der schriftlichen Klausurprüfungen zusätzlich eine Sicherheitsphase durchlaufen, „um Cluster zu vermeiden“. (Isabella Penz, BD Kärnten, 19.4.2022). Diese wird man dann auch möglicherweise unter den asymptomatischen Schülern finden und sie vom Antreten ausschließen. „Wozu das Ganze?“, fragt man sich.

Hier der genaue Wortlaut auf der Seite des Ministeriums:

Hygienebestimmungen

  • Für Prüfungskandidat/inn/en wird in den beiden Wochen vor Beginn der Klausurprüfungen eine Sicherheitsphase festgelegt. Alle Prüfungskandidat/inn/en müssen in diesen zwei Wochen je drei Coronatests durchführen, davon mindestens ein PCR-Test pro Woche.
  • Ab Beginn der Klausurprüfungen ist von allen Personen am Prüfungsort beziehungsweise am Ort des Ergänzungsunterrichts täglich ein Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr zu erbringen (Getestet, Geimpft, Genesen).
  • Kandidatinnen und Kandidaten tragen außerhalb der Klassen- und Funktionsräume FFP2-Maske. (das Verb „tragen“ statt „müssen tragen“ mutet eigenartig an, wenn man bedenkt, dass man hier über Erwachsene spricht!)

 

Der ehemalige Lehrer und Schuldirektor Niki Glattauer vergibt in „Heute“ am 19.4. Noten. Er meint, obwohl sie nicht zu der vulnerablen Personengruppe gehören, bleiben Tests und Masken den Schülern erhalten. Das heißt, wer das ablehnt, wird weiterhin vom Schulbesuch ausgeschlossen – und das möglicherweise bereits seit zwei Jahren. Durch den Einsatz disziplinärer Maßnahmen, dem Androhen von Betragensnoten und anderen Druckmitteln wird der Eintritt ins Schulsystem nach wie vor denen verwehrt, die ihre Gründe dafür haben, diese Maßnahmen abzulehnen. Und das, obwohl freizeittechnisch fast alles unlimitiert möglich ist. Was das mit der Psyche macht, wird weiterhin ignoriert.

Nun da ein Großteil der Bevölkerung zumindest einmal Covid gehabt hat, muss ein Umdenken bezüglich der teuren Test- und Mundschutzschikanen erfolgen. Schulen sind keine Pflegeheime und Schüler und Lehrer keine Versuchskaninchen!

 

Kein Mut unter den Verantwortlichen – auch von uns gibt es ein „Nicht genügend“ für diese (nicht erbrachte) Leistung von Bildungs- und Gesundheitsminister in Sachen Schulen.

 

 

 

 

 

DER VORSTAND DES FLV WÜNSCHT ALLEN KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN, ALLEN SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN UND DEREN ELTERN

FROHE OSTERN UND ERHOLSAME FREIE TAGE IM KREIS DER FAMILIE!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 6.4 2022 fand die feierliche Verleihung der Berufstitel im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung durch Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und der Bildungsdirektorin Mag. Isabella Penz statt. Die Bundesobfrau des FLV erhielt den Berufstitel Oberstudienrätin verliehen. Interessanterweise wird davon auch auf der Homepage der SPÖ Kärnten berichtet.

 

In seiner Rede erklärte der Landeshauptmann, dass diese Titel stellvertretend für alle Pädagoginnen und Pädagogen verliehen würden, da diese während der Pandemie alle Großartiges geleistet hätten. 

 

Diese Meinung teilen wir auf jeden Fall! 

 

 

 

Aushebeln von Anstellungskriterien und Geldsegen für Direktoren – zwei weitere Faux-pas des Bildungsministers

 

Was sich momentan in der Ukraine abspielt ist unfassbar. Dass ukrainischen Frauen mit ihren Kindern Zuflucht in Europa gewährt wird, während ihre Männer für das Vaterland kämpfen und sterben, ist ein Gebot der Stunde.

Auf eines darf man neben der Nächstenliebe und dem großen Willen zu helfen, nicht vergessen: Benachteiligungen gegenüber Menschen aus Drittstaaten, die sich legal zum Teil schon viele Jahre im Lande befinden und Hürden wie Deutschprüfungen bewältigen müssen, um hier bleiben zu dürfen, sollten sich nicht ergeben.

Genau das will aber nun das Bildungsministerium über Ostern erarbeiten. In der Ukraine ausgebildete Lehrkräfte ohne Deutschkenntnisse sollen die Möglichkeit erhalten, an österreichischen Schulen in Deutschförderklassen den dort unterrichtenden Lehrkräften zu assistieren. Parallel dazu sollen sie Deutsch in Zusatzangeboten an den Pädagogischen Hochschulen von Grund auf lernen. Man ist sich scheinbar nicht bewusst wie intensiv sich eine Vorbereitung auf ein A1 Niveau, geschweige denn ein A2 Niveau darstellt – und das bei Erwachsenen. Das bedeutet monatelange Arbeit, wobei die Kompetenz dann in Prüfungen bewiesen werden muss. Bis diese der deutschen Sprache nicht mächtigen Lehrerinnen und Lehrer qualitativ hochwertige Unterstützung leisten könnten, würden Monate vergehen.

 

Selbstverständlich ist mehr Personal erforderlich, um diese auch in Österreich an vielen Schulen sichtbare Krise zu bewältigen und die österreichischen Lehrkräfte zu unterstützen. Deutschkenntnisse sollten für eine Anstellung aber unbedingte Voraussetzung bleiben. Unterricht auf Ukrainisch, der nur im Wiener Bildungszentrum vorgesehen ist, könnte darüber hinaus angeboten werden – und dafür könnte man auch Personal einstellen, das nicht Deutsch spricht.

 

Dass Minister Polaschek wenig Realitätssinn besitzt, beweist er auch durch seinen Affront, die Arbeit der Schuldirektoren mit einer 500 € Prämie (ausbezahlt an diese persönlich) zu belohnen. Ihm sollte klar sein, dass diese natürlich Verantwortung tragen, aber eher in dem Sinn, dass sie die Anweisungen der Bildungsdirektionen befolgen. Die tagtägliche Umsetzung an der „Front“ durch das Lehrerpersonal, das testen muss, das Maskenpflicht einfordert, mit Behörden kommunizieren etc. und die Sekretariate an die delegiert wird, findet keine Berücksichtigung. Ein Beigeschmack bleibt definitiv: Unverhoffter Geldsegen erzeugt Abhängigkeiten. Den Schulen eine Belohnung zukommen zu lassen, die für das Lehrerpersonal eingesetzt werden hätte können, wäre taktvoller und respektvoller gewesen. Aber deren zusätzliche Arbeit ist ja selbstverständlich. (9.4.2022)

 

 

 

 

Zwischenruf aus NÖ

von Reinhard Koller

 

Entgegen anders lautender Meinungen sind wir freiheitlichen Lehrer durchaus glücklich, wenn politische Mitbewerber konstruktive Beiträge zur österreichischen Bildungspolitik leisten. Im Falle unseres neuen Bildungsministers wurden wir (wie unsere Obfrau Regine Stangl bereits erläutert hat) leider enttäuscht: Eine Pressestunde ohne inhaltlich Relevantes und einer großen Dosis Eigenlob („Eigenlob stinkt“) lässt uns ratlos zurück.

Mein heutiges Gespräch mit einem Kollegen inklusive der Fragen, wie es denn in Sachen Testpflicht ab 1. April (Scherz?) weitergehen werde, konnte ich leider mangels Informationen seitens des Ministeriums nicht konstruktiv führen.

Aus Direktorenkreisen wird mir ebenfalls signalisiert, dass das Corona-Management zunehmend chaotisch und irrational wird.

Die Ukraine-Krise ist natürlich eine Katastrophe, andererseits ein Geschenk für die Regierung, die aufgrund diverser Skandale (ÖVP-Untersuchungsausschuss) und des chaotischen Corona-Managements unter Druck steht: Die heftige Hilfsbereitschaft ist wohl nicht ganz uneigennützig

Im österreichinternen Bildungswesen (Schulen, Universitäten, Handwerk) würden wir uns oft die rasche Anerkennung wünschen, die unseren Neuankömmlingen versprochen wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt…

 

Zuletzt die gute Nachricht: Wenn wir uns von der derzeitigen Gehirnwäsche und Propaganda nicht unterkriegen lassen, sind wir die moralischen Sieger, die schlimmste Nebenwirkung der Pandemie und ihrer Nebenschauplätze ist nach wie vor die Demoralisierung.

 

Pressestunde Minister Martin Polaschek, 20.3.2022

 

Nach 52 Minuten Sendezeit ist man fast so klug wie vorher. Auf konkrete Fragen gibt es viele Ausflüchte, besonders was eine eventuelle Verschärfung der Coronamaßnahmen und eine diesbezügliche Planung für den Herbst anbelangt. Es ist natürlich praktisch sich hinter dem neuen Gesundheitsminister zu verstecken und wiederholt zu verlangen, dass Maßnahmen für die Schulen in den generellen Maßnahmen des Gesundheitsministeriums eingebettet werden sollen. Dass Martin Polaschek dabei auch nicht den Versuch unternimmt, gegenüber dem Gesundheitsminister eigene Ideen einzubringen, sondern nur mit ihm „redet“ erscheint fast naiv – wenngleich er mehrmals betont, dass es nötig wäre, die „Kinder“ gut durch die Pandemie zu bringen.  Fest steht, dass die derzeitigen Maßnahmen bis Beginn der Osterferien beibehalten werden und die Maskenpflicht im Unterricht bis dahin nicht kommen wird. Ob es anschließend 1 oder 2 Tests pro Woche sein würden, hänge wieder vom Gesundheitsminister ab.

 

Derzeit seien Österreich weit 20.000 Schülerinnen und Schüler infisziert, 1.200 Klassen im Distance Learning und 9 eher kleinere Schulen für etwa 5 Tage geschlossen.

 

Auf einen möglicherweise sehr großen Ansturm an ukrainischen Schülerinnen und Schüler scheint man nicht vorbereitet zu sein, auch dies sei laut Polaschek ebenso wie die Pandemie nicht planbar. Zurückgreifen will man an Schulen auf ukrainische Studentinnen und Studenten (derzeit 2.700 in Österreich), ein Buddysystem und eine Ausweitung der Deutschförderklassen.

 

Der Maturamodus soll heuer trotz Protesten von Elternvertretern und linken Schülervertretungen wie vor der Pandemie stattfinden. Man hätte in Wirklichkeit die mündliche Matura nie streichen dürfen und es hat auch nie die Notwendigkeit bestanden, dies zu tun.

 

Fazit: Ein wirklich schwacher Auftritt!

 

 

 

Neue Herausforderungen für Österreichs Schulen – neben Personalknappheit nun Neuzugänge durch Ukraine Flüchtlinge

 

Hohe Fallzahlen mit gleichzeitig rigorosen Quarantänebestimmungen verursachen massive Personalausfälle an Österreichs Schulen. Nun, da 3G am Arbeitsplatz Geschichte ist und nur mehr an den Schulen flächendeckend drei Mal wöchentlich getestet wird, erscheinen die täglichen Neuerkrankungszahlen fast surreal. Denn diese können nur mittels Tests ermittelt werden.

 

Ob uns dieses engmaschige Testregime an den Schulen auch noch nach Ostern begleiten wird, wird diskutiert. Und das, obwohl gleichzeitig in der Nachtgastronomie und den Diskotheken alle Maßnahmen gefallen sind. Ein für Österreich üblicher und mittlerweile gewohnter Widerspruch, der dringend aufgelöst werden sollte. Am Ende sind wieder die Schulen das Problem – weil viele asymptomatische und sogar 3-fach geimpfte Personen für bis zu 10 Tage von den Gesundheitsbehörden verordnetes Berufs- und Schulbesuchsverbot erhalten. Der entstandene Personalmangel und spärlich gefüllte Klassenzimmer verschlimmern und verlängern den Krisenmodus. Nun wurde schon wieder die generelle Maskenpflicht in Innenräumen angeordnet. Zwar steht die Entscheidung über die Schulen noch aus, aber jetzt steht schon fest, dass die belastete Jugend als Sündenbock herhalten muss. Von den Lehrern redet ohnehin niemand – ihre Profession setzt voraus, dass alles Verordnete mitgetragen wird.

 

Auf Eigenverantwortung darf nicht gesetzt werden, das Wohl des Kollektivs hat zu gelten. Warum man aus allem eine Pflicht machen muss, die auch geahndet werden kann, ist ein Teil der chaotischen Strategie dieser Regierung geworden.

 

Nun hat eine massive Fluchtbewegung nach Mittel- und Westeuropa aufgrund des Ukraine Krieges eingesetzt und ist mittlerweile vor allem im Pflichtschulbereich Österreichs zunehmend spürbar. Laut ORF vom 18.3.2022 sind es bereits 1.500 Flüchtlinge, von denen die meisten angeblich Englisch sprechen, was die Eingliederung etwas erleichtern könnte. Zusätzliche Deutschförderklassen sollen schnellere Integration ermöglichen – die Gewerkschaft sieht allerdings aufgrund der personellen Engpässe jenseits von Covid keine Chance auf flächendeckende Realisierung des Projektes.

 

Das Bildungsministerium verweist auf einen Pool aus 1.200 Lehramtsstudierenden, die bei Bedarf von den Schulen angefordert werden können, um Ausfälle zu kompensieren. Allerdings werden bereits zusätzlich zur Lehrverpflichtung zu haltende Supplierstunden zunehmend für die noch im Dienst stehenden Lehrkräfte zur Belastung. „Wir schaffen das!“ lautet die Devise. Von Bildungsqualität sind wir mittlerweile meilenweit entfernt – es geht weiterhin um Durchhalten!

 

Es ist eine besondere Herausforderung die nun ankommenden, vom Krieg traumatisierten Kinder und Jugendlichen zu betreuen und zu unterrichten. Dafür braucht es klare Konzepte und qualitativ wertvolle Unterstützung. Es wird wieder nur Husch Pfusch daraus werden – ohne Plan, ohne dafür bereitgestellte Ressourcen und ohne zusätzliches qualifiziertes, auch außerschulisches Personal. Nach dem Motto: die Lehrer werden es schon richten. Und genau braucht man ja nicht hinzusehen! (19.3.2022)

 

 

 

 

 

Vernetzungstreffen des FLV, der FPÖ und der Freien Schüler in Wien

 

 

Kürzlich fand ein Vernetzungstreffen in den Räumlichkeiten der FPÖ in Wien statt.

Das Ziel ist es, die Bildungspolitik der FPÖ effizienter zu gestalten und dabei die Expertise der Lehrervertreter im FLV und der Schülervertreter der Freien Schüler in die Bildungsagenden der FPÖ einfließen zu lassen. Dieses Treffen war die Vorbereitung auf eine Klausur im Frühling, im Rahmen derer ein breit aufgestelltes Bildungsprogramm der FPÖ erarbeitet und akkordiert werden soll. Es wurde von den politischen Vertretern der FPÖ betont, sich dem Thema Bildung verstärkt widmen zu wollen, da die Bildung für unsere Zukunft und die unserer Kinder einen hohen Stellenwert einnimmt. Die Kooperation des FLV mit dem Bildungssprecher Hermann Brückl, MA funktioniert sehr gut und so sehen wir dem Projekt positiv entgegen. Die Gespräche waren sehr konstruktiv und freundschaftlich.

Der FLV hat 2017 ein Bildungsprogramm erstellt, dieses wurde heuer überarbeitet und wird aktuell diskutiert. Es soll als Basispapier für das Bildungsprogramm der FPÖ dienen und zukünftig den Bildungssprechern im Bund und in den Ländern Leitfaden für ihre politischen Arbeit sein.

 

Hier sehen sie einige Fotos mit Vertretern des FLV, der Freien Schüler und der FPÖ. Impulsreferat hielt der Volksanwalt Dr. Walter Rosenkranz, der selbst jahrelang FPÖ Bildungssprecher war und in der Volksanwaltschaft auch das Thema Bildung bearbeitet. Ihn haben in den vergangenen Monaten unzählige Anfragen und Beschwerden von Eltern und Lehrern erreicht, die er mit seinen Schulrechtsexperten bearbeitet. (6.3.2022)

 

 

Hilfeschrei unserer Jugend – nach Covid nun Krieg und Zukunftsängste.

Wurde auf die Jugend vergessen?

 

In der 9. Auflage des Jugend Trend Monitors von DocLX und Marketagent wird ein desaströser Zustand unserer Jugend gezeichnet. Die Pandemie hat nach über zwei Jahren auch die mentale Gesundheit der jungen Generation stark beeinträchtigt. Überforderung, Stress und Hoffnungslosigkeit manifestieren sich bei Mädchen und jungen Frauen stärker als bei Burschen und jungen Männern.

 

Eine repräsentative, im Jänner 2022 durchgeführte Umfrage in der 2.500 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 24 befragt wurden, ergibt, dass sich die Qualität der Ausbildung seit 2020 weiter verschlechtert hat, mit spürbaren mentalen Folgen. Junge Österreicher fühlen sich mit ihren Sorgen alleine gelassen und stellen der Politik ein schlechtes Zeugnis aus, wenn es um die Interessen ihrer Generation geht.

Laut Bericht empfinden nur mehr 55,5 % ihren Tagesablauf als geregelt, gegenüber etwa 84 % vor der Pandemie. Der Anteil der Freizeit, die vor Smartphone- und Computerbildschirmen, vor dem Fernseher und in virtuellen Treffen mit Freunden via Video-Chat haben hat sich massiv erhöht.

92,8 % wünschen sich vor allem eine Rückkehr in die Normalität. Erstaunlich, dass 86,3 % davon überzeugt sind, dass die Dominanz der Pandemie im Alltag erst verzögert Jahre später in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar werden wird. Ungefähr drei Viertel haben das Gefühl, ihrer Jugend beraubt worden zu sein und reagieren darauf mit Gefühlen von Wut und einem Empfinden von Ungerechtigkeit.

Die Emotionen vieler jungen Menschen sind laut Studie von Langeweile (64,9 %), Stress (63 %), Überforderung (62,5 %), Gefühlen der Einsamkeit (59,9 %), Hoffnungslosigkeit (58 %), Depression (56,7 %) und Wut (52,5 %) geprägt. Circa 60 % denken vermehrt über Krankheit und Sterblichkeit nach, 20 % hatten bereits Selbstmordgedanken. Negative Emotionen sind bei jungen Frauen wesentlich stärker ausgeprägt.

Was sind nun die Sorgen der Jugendlichen? Die Realisierung der Zukunftspläne und die berufliche Zukunft, die Gesundheit ihrer Familienmitglieder, die politische Lage in Österreich und die wirtschaftliche Lage. Unter den 14- bis 19-Jährigen sind die Zukunftsängste vergleichsweise wesentlich stärker ausgeprägt als bei der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen.

Nun hat sich zusätzlich noch eine unfassbar große Bedrohung für Europa in Form des Angriffs der russischen Truppen auf die Ukraine aufgetan. Angriffe auf zivile Objekte, auf Atomkraftwerke, riesige Flüchtlingsströme quer durch Europa, explodierende Energie- und Lebensmittelpreise. Dazu kommt noch die Klimakrise mit ungewissem Ausgang.

Erwachsenen setzen diese Probleme neben Themen am Arbeitsplatz und in der Familie ebenfalls schwer zu. Der Jugend Stütze und Ansprechpartner in diesen Zeiten zu sein ist mehr denn je notwendig – von Eltern- und Lehrerseite. Auch wenn die Bildungslücken und vor allem die oftmals mangelnde Arbeitshaltung sowie Belastbarkeit unserer Kinder und Jugendlichen eine große Herausforderung darstellen – so ist jetzt eines wichtiger: Halt und Perspektive zu geben, Problemlösungsstrategien anzubieten, resilientes Verhalten gegenüber Krisen zu entwickeln und zu schulen, gemeinschaftliches Denken und Werte wie Freundschaft zu fördern, Geborgenheit und Liebe zu ermöglichen und gemeinsame Erlebnisse in den Vordergrund zu stellen. Auch ZEIT zu schenken, sollte in unserer schnelllebigen Zeit, geprägt von negativen Horrormeldungen, wieder als wertvolle Gabe betrachtet werden.

 

Dies zu leben und zu vermitteln wird vermehrt die Aufgabe der Lehrkräfte im schulischen Kontext sein müssen. Aber auch die Eltern sind massiv gefordert, diese Werte an die Jugend weiterzugeben, Wut und Frust auszuhalten und gemeinsam an Lösungen mit ihren Kindern zu arbeiten. Daraus kann sich wieder Nähe, Vertrauen und Hoffnung entwickeln.  (04.03.2022)

 

 

 

 

Regelungen ab 28.02.2022. Sachte in die alte Normalität?

 

Der aktuell in Quarantäne befindliche Bildungsminister Martin Polaschek kündigte am 22.02.22 auf Ö1 die Aufhebung der befristeten Präsenzpflicht ab 28.02. an. Die bisherige geltende Regel, wonach ab zwei CoV-Infektionsfällen innerhalb von drei Tagen eine Klasse geschlossen wird, wird aufgehoben und die Entscheidung nun den ohnehin überforderten Gesundheitsbehörden der Länder übertragen. Dieser Schuss könnte aufgrund deren Überlastung nach hinten losgehen.

 

Sehr gnädig hört sich die Beendigung der nächsten Ungleichbehandlung im Verordnungsdschungel an. Zwar wird das geimpfte und genesene Lehrpersonal auch wieder ab 07.03. ohne Maske unterrichten dürfen (warum überhaupt diese bisherige Diskriminierung gegenüber Schülern?), alle die sich bis jetzt der beschlossenen Impfflicht entzogen oder den Booster nicht konsumiert haben, werden weiterhin gebrandmarkt – weil ja angeblich ansteckender. Für sie wird die Maskenpflicht weiter gelten. Der bisherige teure und zeitraubende Testmodus, dessen Sinnhaftigkeit mit Omikron hinterfragt werden muss, bleibt weiterhin aufrecht. Externe Personen dürfen den Unterricht wieder bereichern, ebenso wie Schulveranstaltungen stattfinden.

 

Die Pflicht der Teilnahme am Präsenzunterricht ist längst überfällig. Zu sehr wurden das System ausgenützt und Bildungsrückstände weiter angehäuft, zumal es keine Garantie auf Distance Unterricht gab. Das Arbeitspensum für Lehrer, die das Fortkommen ihrer Schüler seit mittlerweile mehr als zwei Jahren im Auge haben und auch die ferngebliebenen sowie sich distanzierenden Schüler nicht zurücklassen wollten, war bislang enorm. Ebenso wie die Einschränkungen durch Tests und Masken. Wie es den Pädagoginnen und Pädagogen mit der zehrenden Situation geht, wird nicht hinterfragt.

 

Insgesamt ist durch die Öffnungen zu hoffen, dass nun etwas mehr Normalität erreicht werden kann – falls sich die bewilligten Ausnahmen nicht häufen. (22.2.2022)

 

 

 

Ende der Maskenpflicht am Sitzplatz – aber nicht für Pädagogen

 

Das nächste Beispiel der Logik rund um die Lockerung der Corona Maßnahmen hat heute Bildungsminister Polaschek verkündet. Nach den Volksschülern ziehen nun Unter- und Oberstufenschüler ab nächster Woche mit und dürfen bei dreifacher Testung pro Woche nun die Maske am Sitzplatz abnehmen. Eine längst überfällige Maßnahme! Warum man dafür eine Woche verstreichen lassen muss, ist nicht logisch argumentierbar.

 

Noch unlogischer erscheint die Maskenpflicht für Pädagogen, die möglicherweise bis Ostern fortgeführt werden soll. Und das bei einer sehr hohen Durchimpfungsrate des Lehrpersonals, das keinen wirklich qualitativ hochwertigen Arbeitsplatz mehr vorfindet.

Wir empfehlen dem Herrn Minister ein durchgängiges Unterrichten mit Maske über acht Stunden hinweg bei gleichzeitigen diszipilinären Erschwernissen! Sehr realitätsfremde Entscheidung!

Erfreulicherweise werden Schulveranstaltungen, auch Schikurse, wieder möglich werden. Viele Oberstufenschüler sind noch nie in den Genuss gekommen, diese für Teambildung enorm wichtigen Klassenausflüge zu konsumieren. Es ist zu hoffen, dass viele Pädagogen den zusätzlichen organisatorischen Aufwand nicht scheuen werden! Zu viel Schaden wurde an unserer Jugend bereits angerichtet!  (14.2.2022)

 

 

 

 

 

Die neue Normalität an Österreichs Schulen: Die 3 Ds: Datenfreizügigkeit, Duckmäusertum und Dilettantismus

 

Das Thema Datenschutz ist seit zwei Jahren definitiv auch im Schulbereich ausgehebelt. Zwar muss man die Schüler fragen, ob man Schularbeitsergebnisse oder Notenstände vor der Klasse verlautbaren darf, bezüglich Impfstatus etc. und ähnlich vertraulichen gesundheitsspezifischen Belangen ist das seit zwei Jahren völlig egal. Jeder in der Klasse weiß, welchen Status die Mitschüler aufweisen – und mittlerweile scheint dies auch niemanden mehr zu stören.

Es ist auch gelebte Realität, dass die Schulleitungen die privaten Telefonnummern der Lehrer an die Gesundheitsbehörden weiterleiten und man zu seinem Erstaunen mitten im Unterricht von einem Verwaltungsbediensteten kontaktiert wird – der selbstverständlich bestens über den Impfstatus informiert ist. Dies ist ein Skandal der besonderen Art.

Man hat den Eindruck, dass bei diesen durch Verordnungen legitimierten Vorgehensweisen die Akzeptanz in der Lehrerschaft ziemlich hoch ist – zumindest traut sich kaum jemand aus der Deckung und muckt auf. Argumentiert wird jegliches sich Widersetzen mit Dienstpflichtverletzung, mit der gesundheitlichen Notlage und der Sicherheit an den Schulen, die fahrlässig von Lehrkräften aufs Spiel gesetzt wird.

Diejenigen, die sich im letzten Jahr geweigert haben, ihre Schüler zu testen oder die Maskenpflicht in Frage stellten, hat bereits ein Suspendierungsschreiben ereilt oder es wurde ein Kündigungsverfahren eingeleitet.

 

Zum Thema Impfpflicht gab es kürzlich einen offenen Brief einer großen Zahl an Pädagogen aus ganz Österreich – man mag gespannt sein, ob man hier ähnlich wie bei den Ärzten vorgehen wird. Man knöpft sich die Querulanten vor und entledigt sich ihrer – trotz wachsendem Lehrermangel. Oder man muss abschwören und behält den Job. All das kann sich Österreich scheinbar leisten.

 

Manche werden aufgrund der unzumutbaren Rahmenbedingungen, die die eigentliche Mission der Lehrkräfte massiv zurückdrängen, selbst aktiv. Laut Servus TV haben seit Herbst 120 Lehrer alleine in Wien ihren Dienst aufgelöst, was bereits zu massiven Engpässen geführt hat.

 

Heute erschien im Kurier eine Stellungnahme von Peter Kampits, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt zum Thema Impfpflicht. Unverständlich, dass diese erst nach Durchpeitschen des Gesetzes publiziert wird.

 

Kampits: „Eine Impfung bedeutet nicht nur einen gravierenden Eingriff in die Leiblichkeit des Menschen und in seine Grundrechte, sondern umfasst ihn in seiner ganzen Existenz. Darum ist auch ethisch betrachtet die Freiwilligkeit zum Entschluss oder zur Ablehnung einer Impfung nicht suspendierbar.“

 

Zusammenfassend bedeutet das – was hier in diesem Land alles passiert und sich auch an den Schulen in seiner gesamten „Grauslichkeit“ manifestiert, ist unethisch – gegenüber jedem Einzelnen, Schülern und Lehrern.

Und doch gibt es Grund zum Jubeln. Ab Montag darf an Österreichs Schulen ohne Masken geturnt werden.          6.2.2022

 

 

 

 

Tassilo Wallentin ist zwar kein Freund von uns "Blauen", aber er trifft punktgenau im folgenden Krone Artikel. 

 

Alarmsirenen heulen an Österreichs Schulen

von OstR Mag. Dr. Josef Pasteiner

 

In seinem Antrittsinterview mit der Tageszeitung „Heute“ erklärte der neue Bildungsminister Martin Polaschek, auf die Frage, worauf er einmal stolz sein wolle: „Da kam ein Mann mit langen Haaren, aber eigentlich hat er wahnsinnig viel bewegt.“ Die Einzigen, die der ehemalige Rektor der UNI Graz nach zwei Monaten Amtszeit bisher im wahrsten Sinne des Wortes „bewegte“ waren die linken Schulsprecher der Gymnasien, als er ankündigte, dass heuer die mündliche Matura wieder für alle verpflichtend sei. Man erinnere sich: Weil es bei den schriftlichen Maturaergebnissen 2018 und 2019 vor allem in Mathematik viele Fünfer gab, reduzierte Minister Faßmann 2020 und 2021, mit der Berufung auf das Corona „Distance Learning“ die stoffliche Anforderung und die mündlichen Prüfungen wurden freiwillig. Außerdem wird ab nun auch die Jahresnote in die Maturnote miteinbezogen. Nun ist es aber so, dass die heurigen Maturanten unter Corona mit 155 Tagen im „Distance Learning“ bisher zweifellos die größten Schuldefizite aufweisen. Aus der Sicht der ultralinken SPÖ-AKS (Aktion kritischer Schüler) müssten die mündlichen Prüfungen weiter freiwillig bleiben, ansonsten werde gestreikt. Die ÖVP-getreue Bundesschulsprecherin erklärte hingegen, gegen einen Streik zu sein, weil mit dem Minister bereits ein vereinfachter Maturamodus ausgehandelt worden sei. Letztlich wurde an 150 von 710 AHS „gestreikt“. Die grüne Regierungspartei erläuterte dazu, sie unterstütze die Forderungen der AKS und sei überhaupt für eine Abschaffung der Matura. Dies entspricht dem langjährigen Trend: Österreich produziert immer mehr Maturanten bei sinkendem Niveau, während der Mangel an tüchtigen Lehrlingen den Facharbeitermangel zu einem ernsthaften Problem werden lässt.

Die andere Seite im Bildungsbereich nehmen die Pädagogen ein. Am 12.1.2022 nahm der Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer in einer Pressekonferenz zum immer problematischer werdenden Lehrermangel Stellung. Wien stelle jährlich 1200 neue Lehrer ein. Da es aber immer weniger geprüfte Lehrkräfte gäbe, versuche man auf pensionierte Pädagogen (kaum einer ist dazu bereit!) und Studenten zurückzugreifen. Ein Viertel der Wiener Lehrer wohnt nicht in Wien und es verschärft sich dadurch die Situation, dass immer mehr in ihre Bundesländer versetzt werden wollen. Trotzdem ist der Lehrermangel inzwischen bereits ein österreichweites Problem. Seit der Umstellung auf die neue Lehrerausbildung, beschlossen 2013, die eigentlich für die Gesamtschule konzipiert ist, gibt es jährlich österreichweit nur mehr ca. 2000 Absolventen. Benötigt werden aber mindestens 3000, bei steigender Tendenz. In Wien ist jeder dritte Pflichtschullehrer älter als 50, in den Berufsschulen jeder zweite. Beim zunehmenden Junglehrermangel spielt auch das 2013   beschlossene neue Lehrerdienstrecht eine große Rolle, das vor allem den Lehrern an den höheren Schulen mehr Unterrichtsstunden, aber in Summe weniger Lebensverdienst beschert. Nach neuesten Umfragen wollen 25 Prozent so rasch wie möglich den Beruf wechseln! Eine große Rolle spielen dabei die Corona Schikanen, wachsende disziplinäre Probleme, mangelnde Deutschkenntnisse unter Schülern, schlechte Arbeitshaltung und mangelnde Motivation. Immer öfter wird von Übergriffen verbaler und körperlicher Natur auf Lehrpersonal berichtet – ein inakzeptabler Zustand!

 

Wenn nicht raschest gesetzliche Korrekturen, d.h. echte Reformen erfolgen, wird der Lehrermangel in den nächsten Jahren katastrophale Ausmaße annehmen und auch das Bildungsniveau. Seit 19.11.2021 bis 28.2.2022 ist der Schulbesuch freiwillig, bei gleichzeitig keinem Anspruch auf „Distance Learning“, sondern nur auf Lernpakete. Dieses System wird zum Teil ausgenützt, zum Teil sind die psychischen Probleme unserer Schülerinnen und Schüler schon so massiv, dass die Kinder- und Jugendpsychiater Alarm schlagen. Dieser unhaltbare Zustand mit Präsenz nur mit Masken und Massentests und Fehlen nach Belieben muss endlich beendet werden, um noch größeren Schaden von unserem Bildungssystem abzuwenden.  

 

 

 

 

Herr Minister – ist die Kinderimpfung alles, was Ihnen zum Thema Schule einfällt?

 

Kürzlich ist ein Brief an Pädagoginnen und Pädagogen im Namen von Bildungsminister Polaschek ergangen, ein weiterer an die Eltern. Das Hauptaugenmerk gilt der Impfung. Hier ein Auszug:

Dass COVID Diskussionen mit sich bringt, ist auch dem Umstand geschuldet, dass es nicht sofort auf alle Fragen klare Antworten gibt. So auch beim Thema Impfung. Wir wissen definitiv, dass die aktuelle Corona-Impfung den besten Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf bietet. Der Großteil von Ihnen ist bereits geimpft. Wir alle haben die Entscheidung dafür als Erwachsene für uns selbst getroffen. Emotional schwieriger wird die Entscheidung für eine Impfung, wenn wir für unsere Kinder das Pro & Contra abwägen. Am 25. November 2021 hat die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Corona-Impfstoff von BioNTech und Pfizer auch zur Impfung von Kindern ab fünf Jahren zugelassen. Auch das Nationale Impfgremium in Österreich empfiehlt die Schutzimpfung für die Altersgruppe. Impfangebote für Kinder und Jugendliche bestehen bereits in allen Bundesländern. In jedem Entscheidungsprozess ist es wichtig, sich gut informiert zu fühlen ….“.

Es folgt eine Auflistung von Institutionen, die für Informationen zum Thema Impfung kontaktiert werden können.

Ähnlich der Brief an die Pädagogen, mit einem kurzen Dank für ihre Arbeit als Krisenmanager, um dann wieder auf die Schutzimpfung bei Kindern und Jugendlichen zu sprechen zu kommen. Das Thema „Bildung“ und „Bildungsrückstände“ wird auch hier nicht erwähnt.

„Sie sind es, die Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien durch die Pandemie begleiten! Sie sind es, die dabei auch noch Ihr eigentliches Tätigkeitsfeld mit Energie und Herzblut weiter ausüben: Sie bilden junge Menschen und bereiten Sie auf ein selbstbestimmtes Leben vor.“  

 

Dazu Folgendes: Im Moment ist von der Vorbereitung auf ein selbstbestimmtes Leben der jungen Menschen gar nichts zu spüren. Es geht ausschließlich um die Pandemiebewältigung durch ein Aufrechterhalten des aktuellen Chaos. Wie befürchtet! Das Einzige was Minister Polaschek bis jetzt für das Schulwesen getan hat, ist Fassmanns Verordnungen zu verlängern, ein nicht funktionierendes Testsystem in den Bundesländern zu reparieren zu versuchen und die Impfpropaganda weiterzuführen.

Nun haben wir den vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Mit dem Einführen einer Impfpflicht ab 01.02.2022, die verfassungsrechtlich und medizinisch äußerst umstritten ist, haben die - ach so geschätzten - Pädagogen ihre Wahlmöglichkeit verloren. Und das, obwohl mittlerweile Geboosterte ebenso wieder erkranken, eine Schutzwirkung bei Omikron und der bereits existierenden Submutation nicht gegeben ist und Impfnebenwirkungen auch statistisch gesehen nicht mehr negiert werden können. Warum man trotz Impfpflicht nun auch noch die Kinder impfen muss ist nicht logisch. Und warum Lehrer aufgefordert werden, das zu forcieren, ebenso nicht. Mit der Milliarden-schweren Impflotterie hätte man Österreichs Klassenzimmer hundert Mal mit Luftfiltern und Plexiglaswänden ausstatten können – und damit die Maskenpflicht, das Dauertesten und die Impfungen ad acta legen können.

 

Aber in Wirklichkeit möchte man gar keine selbstbestimmten Menschen erziehen. In Wirklichkeit möchte man auch keine selbstbestimmten Lehrer…die Masken- oder „Maulkorb“pflicht steht symbolisch dafür.   22.1.2022 

 

 

 

 

 

 

Bildungsminister im Blindflug

 Mag. Reinhard Koller, Obmann des FLV Niederösterreich zur Änderung der Eignungsprüfungen und Lehrpläne an BAFEPs

 

Der Eisenbahngewerkschafter Haberzettel glänzte vor einigen Jahren mit der (sinngemäßen) Aussage, dass sich die Gewerkschafter einen Generaldirektor halten, der sowieso nichts zu sagen hat…

Ähnliches kommt einem in den Sinn, wenn man einige Vorgänge im Bildungsministerium beobachtet: Seit der „glorreichen“ Umstellung der Landesschulräte auf Bildungsdirektionen und der damit verbundenen Strukturänderung wurden die Länder anscheinend zu bloßen Befehlsempfängern degradiert und der Dialog mit den Betroffenen findet bestenfalls mit ideologisch vorsortierten Personen statt.

Ein unwesentlich erscheinendes Beispiel: Mitte Jänner wurde bekannt, dass die Eignungsprüfungen der BAFEPs reformiert würden. Bemerkenswert war dabei, dass auch höhere Beamte der Bildungsdirektionen erst aus den Medien darüber erfahren haben. Die großartige Reform ist natürlich billiger (Entfall der Prüfungsgebühren) und wieder einmal fadenscheinig begründet: Durch Wegfall der Bereiche Bewegung, Kreativität und Musik würde die Diversität gestärkt – eine durch keinerlei wissenschaftliche Evidenz belegte Behauptung.

Da ist die Aussage einer Kindergärtnerin (vor wenigen Tagen in Ö3) wohl stichhaltiger: Die schlechte Bezahlung und europaweit einzigartig große Kinderanzahl pro Gruppe hielten die durchaus interessierten männlichen Bewerber ab.

Fazit: Das Ministerium führt derzeit ein Eigenleben unabhängig von der aktuellen Frontfigur. Die Bereitschaft der Kommunikation mit den Betroffenen ist auf ein Minimum reduziert und beschränkt sich auf (ideologisch) genehme Personen.

 

Die Überarbeitung, Kompetenzorientierung und Semestrierung der Lehrpläne lässt Schlimmes erahnen: Anfangs noch unter Einbeziehung der ARGEs wird dies zunehmend in die Hände genehmer Einzelpersonen gelegt. Ein Bildungsminister mit Führungskompetenz agiert anders!   22.1.2022

 

 

 

Zum Jahresende – ein gewagter Blick zurück

 

Ein sehr bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu. Die Bildung stand ganz im Zeichen von Corona und man hatte sogar den Eindruck, sie hätte ihren Stellenwert verloren.

Egal, ob mehr als zwei Monate Lockdown im Stück, Unterricht mit FFP2-Masken für Schüler und Lehrpersonal sowie zwangsweise Massentestungen auch für Geimpfte, Eltern, die ihre Kinder vom Schulunterricht abmeldeten, aber als Alternativen auf illegale Lerngruppen zurückgriffen, Absage von allem, was zur Teambildung beiträgt, wie Schulveranstaltungen, Turnunterricht und Workshops durch Externe, Überbelastungen auf der Kinder- und Jugendpsychiatrie – das alles kannten wir bereits von 2020 – wurde aber 2021 um ein Vielfaches überboten.

Silvester 2020: wie groß war die Hoffnung und Zuversicht, dass 2021 alles besser werden würde mit der Impfung als Gamechanger.

Silvester 2021: es ist so schlimm, dass man sich das in den kühnsten Träumen nicht ausmalen hätte können. Der Staat spricht – das Volk muss kuschen, vor allem die kritischen Geister, die meinten, sich in einer Demokratie gegen die Impfung entscheiden zu dürfen. Weit gefehlt! Mit Zwang und Pflicht versucht man Menschen durch Ankündigung eines „ungemütlichen“ Herbst und Winter (Ex-Bundeskanzler Schallenberg) zu dem zu bewegen, was sich mittlerweile höchstens als Möglichkeit für einen „leichteren“ Verlauf im Fall einer Ansteckung entpuppt hat – gegen die aktuelle Mutation Omikron möglicherweise nicht einmal das bewirkt. Angesichts dieser Anreihung von Widersprüchen, in Verordnungen und Gesetzte gegossen, dieses negativen Dauervibes, ist die Psyche jedes Individuums gefordert.

Als 3G am Arbeitsplatz überall eingeführt wurde, war das an Schulen bereits längst Alltag – ohne gewerkschaftliche Erregung zu erzeugen. Sicherheitsphase 1 – Normalphase – Sicherheitsphase 2 etc. – möglicher Lockdown – Angst – Frustration – Bildungsrückstände – bitte keine Leistungsfeststellungen – Notenwahrheit ausgehebelt – Matura heuer normal oder doch nicht und was meint der neue Bildungsminister dazu? – wir wissen es nicht!

Die Frage lautet eigentlich. Was ist normal??? Keiner kann es mehr sagen. Bald wird Abnormales zur Gewohnheit in jeder Hinsicht. Schütze dich vor deinem Gegenüber – wenn du nicht in die Schule gehen willst, bleib zuhause – Leistung ist egal, kommt ohnehin jeder durch – wenn wir alle zuhause bleiben, müssen die Lehrer Distance Learning anbieten – Schularbeiten werden geschrieben, wenn es uns passt (Schülersicht) – unser Recht ist es (Schüler- und Elternsicht) …. - Letztes Jahr gab es auch keine mündliche Matura und nur drei Klausuren – Beurteilung ausschließlich durch Mitarbeit ist zulässig usw. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.

Ich will die gesundheitliche Krise nicht hinunterspielen - zu ernst ist die Lage mittlerweile. Ob die Strategie, seit zwei Jahren von einem Lockdown in den nächsten trotz Massentestungen und extremen Hygienemaßnahmen zu tappen, richtig war – darin besteht wachsender Zweifel. Diesen haben in einem offenen Brief an die Ärztekammer 170 Ärzte zum Ausdruck gebracht, darunter Universitätsprofessoren und Schulärzte. Die Reaktion darauf – Aufruf zum Abschwören, Suspendierungen und Kündigungen. Man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt!

Was hat uns 2021 gezeigt? Der Wissenschaftsbegriff wird überstrapaziert und erlaubt keinen dialektischen Diskurs mehr. Nur mehr eine veröffentlichte Meinung – transportiert durch mediale Propaganda - zählt, Querulanten werden aus Kommissionen entfernt, Vernaderung und Lächerlichmachen von Vorschlägen der einzigen Opposition gegen die Maßnahmen, die Grund- und Freiheitsrechte bis in die Grundfesten erschüttern, ist politisches Alltagsgeschäft. Die Verzweiflung muss sehr groß sein, wenn man als einzige Möglichkeit eine Impfung mit mehrmaliger Auffrischungspflicht sieht, die nicht das verspricht, was eine Impfung normalerweise tut – nämlich sterile Immunität zu erzeugen. Und diese mit dem Brecheisen jedem aufdrängen will – Ungeimpfte und Demonstranten gehören in so einer Gesellschaft zur untersten Kaste. Solche Problemlösungsansätze mit Spaltpilzpotential sind für einen kritisch denkenden Menschen mit humanistischer Wertebildung wie für den Teufel das Weihwasser.

 

Ich wünsche mir für 2022

 

·        dass Omikron – wie von manchen Experten vorausgesagt - wirklich zum Gamechanger wird und die Pandemie zu Ende geht. 

·       dass meine Hoffnung, dass die angerichteten Kollateral- und gesellschaftspolitischen Schäden noch gekittet werden können, nicht zu  Grabe getragen wird.

·     dass die nächste Krise, die uns wahrscheinlich ereilen wird, professioneller gelöst werden wird, d.h. mit Vernunft, Gemeinsamkeit, technischem Fortschritt und Optimismus. Ohne Angstmache, gesellschaftliche Spaltung, Frustration und Pessimismus.

·       dass wir die Kinder- und Jugendlichen, die den Fortbestand und die Hoffnung einer Gesellschaft ausmachen, dazu motivieren können, kritisches Denken und Handeln lernen zu wollen, weil sie die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs erkennen. Es bedarf unserer Kraft und Anstrengungen als Pädagogen, ihnen die Einsichten zu gewähren, dass es Ziele und deren Verwirklichung sind, die ein erfülltes Leben garantieren und dass es dazu Leistungswillen und Eigenmotivation bedarf.  

·        dass auch die Gesellschaft endlich die Bedeutung pädagogischer Arbeit erkennt und diese aktiv moralisch unterstützt.

 

Unser Beruf wurde während der Pandemie als „systemerhaltend“ bezeichnet. Es ist für mich klar: Die ganze Gesellschaft bedarf einer professionellen Lehrerschaft mit professionellen Unterstützern, um das wieder zu reparieren, was zerstört wurde.

In diesem Sinne: Ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2022 in einem der wichtigsten Berufe, für den es sich lohnt, sich zu engagieren. Die Zielvorgabe lautet:  Für eine bessere Zukunft für uns alle!

 

Ihre

Regine Stangl

 

 

 

 

 

IM NAMEN DER FREIHEITLICHEN LANDESLEHRERVEREINE MÖCHTE ICH MICH ALS OBFRAU BEI ALLEN KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN, DIE UNS IN DIESEM JAHR IN UNSERER ARBEIT UNTERSTÜTZT HABEN, HERZLICH FÜR IHR VERTRAUEN BEDANKEN.

IN DIESEN SCHWIERIGEN ZEITEN HAT UNSER ENGAGEMENT IM SINNE DER BILDUNGSARBEIT AN ÖSTERREICHS SCHULEN AN BEDEUTUNG GEWONNEN UND ES IST UNS AUCH GELUNGEN, ZU HELFEN UND AKZENTE ZU SETZEN.

 

EIN FRIEDVOLLES WEIHNACHTSFEST IM KREISE IHRER LIEBSTEN UND ALLES      Ossiacher See, Kärnten                                                                                           GUTE FÜR 2022                                                                                                                                                                                 WÜNSCHT IHNEN

                                                                   

                                                                                                                                     Mag. Dr. Regine Stangl

 

 

 

Die Ära Faßmann ist zu Ende – eine Bilanz

 

Enttäuschtes Gesicht bei Bildungsminister Heinz Faßmann anlässlich seiner letzten Pressekonferenz. Im Zuge des Austausches eines Teils der Ministerriege nach dem Abgang von Sebastian Kurz hatte er offensichtlich nicht damit gerechnet, einem anderen Hochschullehrer Platz machen zu müssen: Martin Polaschek, bis jetzt Rektor der Uni Graz.

 

Sein Kommentar bestätigt allerdings, was zwar kein OVP Funktionär zugibt, aber doch jeder weiß. Er hatte keinen der Bünde und Landeshauptleute hinter sich.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass seine Vorstellung unter Türkis-Blau und unter Türkis-Grün auch zu viel Kritik Anlass gab. Er wirkte nicht sehr agil, konnte sich gegenüber dem Gesundheitsministerium mehrmals nicht durchsetzen, was zu großen Bildungsverlusten und psychischen Problemen bei unseren Kindern und Jugendlichen während der Pandemie beitrug – zuletzt aber hat er dies erkannt und entgegen dem Wunsch der Landeshauptleute einen (zwar chaotischen) Schulbetrieb durchgesetzt – aber immerhin. Und diesen Mut hat er nun mit dem Verlust seines Amtes bezahlt.

Anlässlich der Pressekonferenz am 02.09.2021 mit Hermann Brückl gefragt, ob ich gegen einen Lockdown an Schulen wäre, habe ich dies klar bejaht – aber auch gesagt, dass das Gesundheitsministerium immer das letzte Wort behalten würde und der Minister dieses Votum wahrscheinlich auch in Zukunft akzeptieren werde. Hat er diesmal nicht, mit dem Argument der massiven Kollateralschäden, mit denen unsere Schülerinnen und Schüler offensichtlich konfrontiert sind: mit psychischen Problemen (die mitunter mit monatelangen Hospitalisierungen einhergehen), mit Zukunftsängsten und Verzweiflung. Dafür zolle ich ihm Respekt!

Das Chaos, das trotzdem an unseren Schulen herrscht, ist eine große Belastung für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen. Mehr als 20 Monate sind einfach viel zu lange, um nur auf „Durchhalten“ zu trimmen. Denn die Hoffnung, dass es besser wird, scheint nur mit dem Thema Impfpflicht verbunden zu sein. So suggeriert es zumindest die derzeitige Regierung und versucht mit Angst und Zwangsmaßnahmen, die Grund- und Freiheitsrechte massiv zu beschneiden sowie die Impfrate deutlich zu erhöhen. Nur gelingt auch das nicht wirklich – zu viel wurde während der Coronazeit versprochen und gebrochen.

Warum Chaos? Der Sommer wurde verschlafen, während dessen man Schulen mit Lüftungssystemen hätte ausstatten können. Stattdessen sind FFP2-Masken wieder zum traurigen Alltag geworden. Zudem wurde die Delegation an die Eltern gegeben zu entscheiden, ob ihre Kinder in die Schule gehen sollen - gleichzeitig die Vorgabe gemacht, Distance Learning nicht anzubieten. Scheinbar um es zu schaffen, dass ein Großteil der Schüler in Präsenz verharrt, trotz der widrigen Umstände mit Mundschutz und drei Mal wöchentlichem Testen für alle. Dies gilt auch für die Geimpften, die dies hauptsächlich taten, um am Gesellschaftsleben ohne Einschränkungen partizipieren zu dürfen. Und die Lehrkräfte, vielfach bemüht zu verhindern, dass die Bildung ganz den Bach hinuntergeht, bieten diese „à la carte“ an – mit allen für sie negativen Konsequenzen. Es geht nur noch um Durchhalten!

Die gesellschaftliche Spaltung hat auch in den Schulen Einzug gehalten. Geimpfte gegen Ungeimpfte (nun durch gemeinsames Testen wieder vereint), Schüler zu Hause gegen Schüler in Präsenz, Lehrer und Schüler für und gegen die Maßnahmen. So gibt es auch Auswüchse, die zu berechtigter Kritik anregen, wenn z.B. ein Lehrer, dessen Schülerin nach einem von ihr genannten Impftodesfall in der Familie mit ihrer Mutter an der Großdemo am 20.11. in Wien teilnahm, sich zu der absurden Frage hinreißen lässt, ob es „schön“ war „neben Neonazis zu marschieren.“ Und eine Lehrerin, die vor der Klasse lautstark posaunt, die Demonstranten „sollen sich anstecken und sterben gehen“. Und das, wo jeder weiß, dass fast alle der ca. 100.000 Teilnehmer, die berechtigte Ängste ob der totalitär anmutenden Tendenzen in unserem Land haben, ganz normale Bürger wie wir alle sind und friedlich von dem Recht Gebrauch machen, das ihnen die Demokratie zugesteht. Noch zugesteht! Denn wer weiß, wohin uns dieses Regierungsschiff noch hinlenken wird!        4.12.2021

 

 

 

 

Schulbetrieb ab 22.11.2021

 

Es ist unfassbar wie mit uns Lehrern von Seiten des Ministeriums kommuniziert wird! Man hat nichts daraus gelernt, dass Planbarkeit auch in unserem Beruf ein wesentlicher Faktor ist. Pressekonferenz am Freitag, funktionierender Schulbetrieb am Montag – das bedeutet Wochenendschichten für Direktoren, Klassenvorstände und Lehrkräfte.

 

Die Entscheidung nun den Eltern zu übertragen, ob ihre Kinder die Schule besuchen sollen oder nicht – das kann zwar Bundeskanzler Schallenberg wahrscheinlich für sein persönliches Umfeld verantwortungsvoll entscheiden – viele Eltern sind aber damit komplett überfordert. Und erfahrungsgemäß werden es die Eltern lernschwacher Schüler und derer mit starken sprachlichen Defiziten an den Pflichtschulen sein, die am meisten von der Regelung der Absenz Gebrauch machen werden.

Wer an den Schulen am Montag tatsächlich anwesend sein wird muss erhoben werden oder steht eben in den Sternen.

An den Oberstufen wird man der Vernunft eher folgen und die Schule besuchen. Kann man es sich doch kaum leisten, Nachteile zu erleiden und Lerndefizite anzuhäufen. Schularbeiten sollen nach Möglichkeit verschoben werden – dies ist auch nur für die Unterstufe ein praktikabler Weg.

 

Nur wenn 100 Prozent minus der Kranken anwesend ist kann eine Schularbeit geschrieben werden. Und das im dritten Jahr der Pandemie und bei Entfall von Schularbeiten in den letzten beiden Jahren. Diese trotz allem wahrscheinlich als „Kann“ Bestimmung zu interpretierende Äußerung des Bundesministers wird wohl am jeweiligen Standort entschieden werden müssen. Dass gerade an den Höheren Schulen viele Termine in den nächsten Wochen angesetzt sind, die man nicht so einfach nach hinten verschieben kann, ist wohl auch klar. Also gilt wieder: Abwarten ob dem, was noch folgen wird! Verordnung gibt es ja noch keine!          20.11.2021

 

 

WOCHENBLICK, 28.10.2021

 

"Darüber sind sich Regine Stangl und Klaus Samhaber einig, mit den Corona Schikanen in den Schulen muss endlich Schluss sein. Denn die Blicke völlig verstörter und traumatisierter Kinderaugen aus Maskengesichtern werden die beiden Pädagogen so schnell nicht mehr vergessen. „Dies ging sogar so weit, dass Schüler im Unterricht nicht die Maske abnehmen wollten, selbst als es wieder erlaubt war“, erklärt Stangl. Die gebürtige Oberösterreicherin unterrichtet in Kärnten an einer HTL und einer MS Englisch und ist seit Mai Obfrau des Freiheitlichen Lehrerverbandes. Auch für ihren Kollegen Samhaber, der im Innviertel Englisch und Musikerziehung unterrichtet, sind die Maßnahmen, mit denen die Schüler seit mehr als 18 Monaten gequält werden, völlig unverständlich." 

 

Dies ist die Einleitung zu einem Interview mit der Obfrau Regine Stangl und ihrem Stellvertreter Klaus Samhaber, erschienen im "Wochenblick" am 28.10.2021. Das Interview war eigentlich ein Rückblick auf das vergangene Schuljahr. Mit dem morgigen Tag gehören die Masken wieder zum traurigen Alltag in Österreichs Klassenzimmern. Ein Zustand, der durch Lüftungssysteme, die an Bayerns Schulen zum Einsatz kommen und von der FPÖ für Österreich seit mehr als einem Jahr gefordert werden, verhindert werden hätte können. Das Versagen der Zuständigen, die zwar für das kommende Jahr 238 Millionen Euro für Tests an Schulen budgetiert haben, für Fördermaßnahmen lediglich 65 Millionen, setzt sich fort. Die EU hat allerdings zusätzlich großzügig für ein Förderpaket "gespendet". 

 

Die ungeimpfte Jugend und das ungeimpfte Lehrerpersonal  (ohne Berücksichtigung von Antikörpern) nun zwar die Schule besuchen und unterrichten zu lassen, ansonsten aber von Sport und anderen Freizeitaktivitäten auszuschließen sieht nach einem Verzweiflungsakt der Verantwortlichen aus, die Fehler nicht eingestehen können. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine gesellschaftspolitische Katastrophe mit nicht absehbaren psychosozialen Folgen, die ganze Familien betreffen und die gesellschaftliche Spaltung nach "GEHORSAM" und "UNGEHORSAM" vor-antreiben!  Gesundheit versus Freiheit und Selbstbestimmtheit.  Mit der Allmacht des Staates kontrolliert. Als würde es dazu keine Alternativen geben!    14.11.2021

 

 

 

Das Bildungsministerium startet in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz eine Webinar Reihe mit dem Titel „Break the Wave“. An der Sekundarstufe II soll diese Propaganda zur Steigerung der Impfrate unter Kindern und Jugendlichen am Vormittag von Lehrkräften gezeigt werden. Scheinbar ist die Impfpropaganda im ORF noch nicht genug! Niederschwellig ist zu wenig und wer sich nicht impfen lässt wird entrechtet, lautet nun das Motto.

In Kärnten gibt es am 9.11. einen Impftag, den Jugendliche ab 14 Jahre ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten wahrnehmen können und dafür vom Amt freigestellt werden. Wer die Aufsicht während dieser Zeit übernimmt, ist nicht geregelt. Eltern haben dabei nichts mehr zu melden! Weit haben wir´s gebracht!

Hier ein Auszug aus dem Informationsschreiben der Bildungsdirektion Kärnten auf deren Homepage:

 

„Impftermine speziell für Kinder und Jugendliche ohne Voranmeldung

Seitens des Landes Kärnten wird am 9. November 2021 zwischen 8 und 16 Uhr in den Impfstraßen des Landes eine Impfmöglichkeit speziell für Schüler/innen ab 12 JahrenLehrer/innen, Eltern und nahe Angehörige angeboten. Hierfür wird der Impfstoff Comirnaty ® (BioNTech-Pfizer) verwendet werden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Die Impfzentren können auch während der Schulzeit besucht werden. Die Abwesenheit vom Unterricht wird zu diesem Zweck entschuldigt.

Seitens der Bildungsdirektion für Kärnten dürfen wir an Sie als Elternteil bzw. als Erziehungsberechtigte appellieren, Ihren Kindern die Corona-Schutzimpfung zu ermöglichen, damit ein möglichst sicherer und friktionsfreier Schulbetrieb im restlichen Schuljahr 2021/22 gewährleistet werden kann.

Bei unmündigen Minderjährigen (Kinder vor Vollendung des 14. Lebensjahres) oder entscheidungsunfähigen Personen ist die Einwilligung der gesetzlichen Vertretung (Erziehungsberechtigte, Erwachsenenvertretung oder Vorsorgebevollmächtigte) der zu impfenden Person einzuholen. Jugendliche (mündige Minderjährige ab Vollendung des 14. Lebensjahres) müssen selbst einwilligen, wenn sie die Entscheidungsfähigkeit besitzen.

 

Wie viele Schulen noch ein- oder mehrtägige Schulveranstaltungen planen werden, wenn 2 G gilt und Hotels und Restaurants den Ungeimpften keinen Einlass mehr gewähren werden, kann man sich ausrechnen. Dazu kommt ein genaues Sicherheitskonzept, das bei Antrag vorgelegt werden muss.

FAZIT: Unsere Jugend wird im dritten Jahr in Folge bestraft! Nur mehr Lernen und kein Spaß ist angesagt. Sehr frustrierend! Weitere psychische Folgeerscheinungen nicht ausgeschlossen!

 

7.11.2021

 

 

 

 

Nun kommt der Aufschrei der Politik – möglicherweise zu spät! Der aktuelle Facharbeitermangel – in Wahrheit seit Jahrzehnten von der Politik gefördert, aber auch von Experten vorausgesagt, führt bereits jetzt dazu, dass Betriebe schließen müssen. Die Situation hat sich durch die Corona Krise zwar verschärft. Aber das ist nicht die ganze Krux bei der Geschichte.

Unser Experte, Landesobmann in Wien, sieht die Entwicklung folgendermaßen. Als engagierter Lehrer und Unternehmer hat er auch in den Landesinnungen Wien und Niederösterreich sowie als Mandatar in der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter seine Stimme stets laut zu diesem ihm sehr wichtigen Thema erhoben. Lesen Sie hier seine Ausführungen:

 

Der Hut brennt! - Das Handwerk geht den Bach runter!

von SR Mst. Franz-Josef Etzelstorfer

 

Die Facharbeiter-, früher auch Gesellenausbildung entspricht nicht mehr den Anforderungen, die die Gesellschaft an das notwendige Können der Handwerker stellt. Viele Punkte kann man hier anführen:

 

1. Seit mehr als 100 Jahren ist die Lehrzeit unverändert geblieben.

2. Das notwendige Wissen und Können in der heutigen Zeit hat sich in den Inhalten mindestens verdoppelt, wenn man sich moderne Techniken und den Einsatz von Computern ansieht.

3. Im Berufsschulunterricht spricht man von notwendigen didaktischen Inhaltsreduktionen. Bei der schriftlichen Lehrabschlussprüfung jedoch werden Fragen gestellt, deren Inhalte nicht mehr unterrichtet werden.

4. Die Anzahl der nicht mehr regelkonformen Ausbildungsplätze, sogenannte Ausbildungs-werkstätten wie „Jugend am Werk“, „Wien Work“ und „WUK“ usw. ist gestiegen. Diese sind jedoch keine Betriebe wie seinerzeit dual angedacht.

5. Die Betriebe sehen sich außerstande Lehrlinge im dualen Ausbildungssystem aufzunehmen und regelkonform auszubilden.

 

Für mich ergibt sich in diesem Dilemma die Frage, wann alle Lehrlinge in Ausbildung den Schülern anderer Bildungseinrichtungen gleichgestellt werden. Bei Regierungsantritt hat Sebastian Kurz von der Ausbildungspflicht bis zum 18. Lebensjahr gesprochen und diese wurde auch niedergeschrieben. Wann wird diese aber endlich tatsächlich verwirklicht werden?

Derzeit wird der Unternehmer eher bestraft und als Ausbeuter, der billige Arbeitskräfte einstellt, abqualifiziert, anstatt gelobt, wenn er junge Menschen ausbildet. Bedenken wir, dass aus dem heutigen Ausbildungspool auch die Meister von Morgen ausgebildet werden sollen. Meister Eder im herkömmlichen Sinn wird es so nicht mehr geben! Der Facharbeitermangel nimmt dramatische Formen an und wir müssen uns fragen, ob wir in Zukunft immer mehr auf Handwerker anderer europäischer Staaten zugreifen werden müssen.

Verfehlte Bildungspolitik, wonach zuletzt eine Lehre fast ausschließlich Schulabbrecher und leistungsschwächere Schüler absolvierten, Handwerker als dümmlich hingestellt und Akademiker bevorzugt behandelt wurden, rächt sich nun. Heute sperren Handwerksbetriebe aus Facharbeitermangel bereits zu aufgrund der verfehlten Politik der vergangenen Jahre.

 

Meine Vorschläge zu einer Verbesserung der Situation:

·    Die Gesellschaft muss anerkennen, dass jeder arbeitende Mensch in unserer Gesellschaft ein wichtiger Teil ist. Dies sollte eigentlich eine selbstverständliche Geisteshaltung sein

·        Kollektivvertragslöhne müssen bezahlt werden

·         Ausbildungen - egal wo absolviert - müssen gleichwertig behandelt werden

·      Die Ausbildung in den einzelnen Berufen soll als modulare Ausbildung betrieben werden, wie bereits seit mehr als 10 Jahren im Freiheitlichen Lehrerverband angedacht wurde.

·         Jeder junge Mensch soll entsprechend seiner kognitiven und motorischen Fähigkeiten ausgebildet und zu beschult werden.

·         Allen Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr sollen die gleichen Chancen geboten werden

·         Die Inhalte der diversen Ausbildungen müssen auf Praxistauglichkeit überprüft werden. Es macht keinen Sinn, das „Alte“ ersatzlos zu streichen!

·         Man muss den Berufsschullehrer der heutigen Zeit verstärkt im Ausbildungsverbund mit einbeziehen. Der Meister und Chef eines Betriebes in der Jetzt-Zeit kann sich aus Zeitgründen in der Ausbildung nicht mehr so stark einzubringen

·         In der Ausbildung und Beschulung unserer Jugend muss ein Umdenkprozess einsetzen

·         Jeder Berufsschullehrer ist heute mindestens zweifach beruflich ausgebildet: Er ist Meister und ausgebildeter Pädagoge. Der heutige ausgebildete Berufsschullehrer führt in der Ausübung seiner Lehrtätigkeit den Titel Prof. Mst. NAME BEd. Diese Mehrfachausbildungen besitzen die wenigsten Meister. Auch das muss gesellschaftlich anerkannt werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen lasst uns näher zusammenrücken! Als gewählter Mandatar für die Landesinnungen Wien und Niederösterreich, sowie Mandatar der Bundesinnung der Tischler und Holzgestalter, habe ich einen Auftrag bekommen: “Die Interessen der Mitglieder zu vertreten“.  

Geben wir unserer Jugend die Chancen, die sie benötigt und auch verdient hat! Ich möchte hier niemanden an den Pranger stellen, es ist ein Aufruf für unsere Jugend tätig zu werden.

 

 

 

Mag. Reinhard Koller vom Freiheitlichen Lehrerverein Niederösterreich hat diesen Skandal aufgedeckt. Es ist widerlich, wie einzelne Bundesländer die Maßnahmen der Bundesregierung noch toppen und gesellschaftliche Spaltung forcieren! Ein Wunder, dass man in Niederösterreich als ungeimpfter Lehrer überhaupt noch unterrichten darf! Es wurden bereits Fälle an uns herangetragen, wo mangels Impfnachweis eine Anstellung verwehrt wurde.

 

2G-Regel beim NÖ Junglehrerempfang

 

Seit einigen Jahren findet in Niederösterreich ein Empfang für neue Lehrerinnen und Lehrer statt. Formal ist dies heuer eine „verpflichtende Fortbildungsveranstaltung“, natürlich mit entsprechender Selbstdarstellungsmöglichkeit der Landeshauptfrau Mickl-Leitner, aber immerhin eine Würdigung unseres Berufsstandes.

Bedenklich ist allerdings, dass als Teilnahmevoraussetzung die so genannte 2G-Regel gilt – und das bei einer (s.oben) verpflichtenden Teilnahme. Ungeimpfte sind nur zugelassen, wenn sie eine Impfbefreiung der Sanitätsdirektion vorweisen können.

 

Bundeskanzler Schallenberg hat vor einigen Tagen die Ungeimpften als „Zögerer und Zauderer“ diffamiert, LH Mickl und ihre Helfer setzen noch zusätzliche Daumenschrauben an – derartige Äußerungen und Methoden sind einer demokratischen Gesellschaft unwürdig. Anbei der Screeenshot zur Einladung:

24.10.2021

 

 

Sommerschule und Distance Learning als Dauer Überbleibsel der Corona Krise fixiert?

 

Ein von ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann vorgelegter Gesetzesentwurf fordert eine fixe Verankerung der Sommerschule und des Distance-Learnings im Schulorganisations- bzw. Schulzeitgesetz. In der Sommerschule sollen in Zukunft nicht nur Lernrückstände aufgearbeitet und wiederholt werden, sondern auch Begabtenförderung stattfinden. Die Teilnahme soll in den letzten beiden Ferienwochen auf freiwilliger Basis erfolgen und in Zukunft auch auf die Oberstufe in einer Art Kurssystem ausgedehnt werden.

 

Unterrichteten vergangenen Sommer sowohl Lehramtsstudierende als auch Lehrkräfte, soll ab 2023 der Unterricht im Pflichtschulbereich komplett von ersteren übernommen werden. Ab sechs Anmeldungen kommt ein Kurs zustande, dessen Höchstteilnehmerzahl 15 nicht übersteigen darf.

Ein gutes Angebot an Besucher mit mangelnden Deutschkenntnissen ist die Tatsache, dass nach der Sommerschule eine Sprachstandsfeststellung absolviert werden kann, die im Idealfall in den Besuch als ordentlicher Schüler münden kann.

 

Auch der Fernunterricht soll als Alternative zum Präsenzunterricht in bestimmte Situationen verankert werden. Und zwar dann, wenn das Schulgebäude unbenützbar ist, aber auch in Katastrophenfällen nach Entscheid der Schulbehörde, längerfristig nach Anordnung durch den zuständigen Minister. Man folgt dabei auch dem amerikanischen Beispiel, wo Naturkatastrophen zu Fernunterricht führen, anstatt wertvolle Unterrichtszeit entfallen zu lassen. Dies ist aus unserer Sicht vernünftig.  23.10.2021

 

 

 

Bürokratieentlastung an Schulen? Hoffentlich kein Traum, der platzen wird!

 

Nachdem die Lehrergewerkschaft schon seit Jahren vor allem im Pflichtschulbereich die überbordende Bürokratie bemängelt, kann man nun, nach Beginn der Herbstferien eine kurze Bilanz ziehen.  Die Vorlage von Schulentwicklungsplänen und dem Qualitätshandbuch für Schulen wäre für Jänner 2022 geplant gewesen. Aufgrund des fordernden CoV-Managements mit Testverwaltung und der geforderten Zusatzförderungen zur Behebung von Lernrückständen, haben sich enorme Belastungen für die Schulleitungen und das Personal ergeben. Nun haben sich erfreulicherweise das Bildungsministerium und die Gewerkschaft darauf geeinigt, den Schulen weniger Verwaltungstätigkeiten zuzumuten – bis auf Weiters!

 

Bestimmt auch pandemiebedingt sollen heuer weniger Lehrerkonferenzen, Dienstbesprechungen mit den Bildungsdirektionen und Schulungsmaßnahmen anfallen. Außerdem sollen Zusatzerhebungen reduziert bzw. gestrichen werden (z.B. Statistik Deutschförderklassen).

Die vergangenen Monate haben die Email-Postfächer der Lehrkräfte mit z.T. widersprüchlichen Anweisungen überflutet. Auch diese Unzumutbarkeit hat man scheinbar erkannt. Montags soll der Tag der Rundschreiben und Erlässe werden, um eine bessere Koordinierung der Bildungsdirektionen, des Ministeriums und der Regionalleitungen zu ermöglichen und Mehrfachinformationen zum selben Thema zu verhindern.

In den Bildungsdirektionen sollen spezielle Anlaufstellen für rechtliche und ähnliche Fragen  eingerichtet werden, die Lehrkräften schnell Auskünfte erteilen können, z.B. zur Durchführung von den sozial enorm wichtigen Schulveranstaltungen.

 

Um dem leidigen Mangel an Bürokräften an Pflichtschulen zu begegnen, sollen bis Sommer 2023 600 Vollzeitstellen geschaffen werden. 400 sind es angeblich bis dato. Da die Dienstgeber die Länder und Gemeinden sind, die ohnehin finanziell unter den Auswirkungen der Corona Krise massiv leiden und ein Drittel zuschießen müssen, wird dies für manche eine unüberwindbare Hürde werden. Man darf ob der Entwicklung gespannt bleiben!   23.10.2021

 

 

 

STELLUNGNAHME DER OBFRAU ZU EINEM VORFALL IN OBERÖSTERREICH

 

Eine Pädagogin an der HAK in Traun hat kürzlich in einer Klasse eindeutig Stellung zur Covid-Impfung genommen und auch einen Ausblick auf die zukünftige Situation am Arbeitsmarkt gegeben, wo es bald nur mehr Geimpfte geben werde. Unter „Sonstigem“ im Lebenslauf würden in Zukunft die verabreichten Covid-Impfungen aufgelistet sein. „Dodln“, die sich nicht impfen lassen würden, würden keinen Job bekommen. Der Beweis für diese Aussage ist eindeutig: 2 Videoaufnahmen mit einem Mobiltelefon erstellt.

Wir lehnen die Äußerungen der Kollegin, die auf eine massive Beeinflussung ihrer Schülerinnen und Schüler abzielt, dezidiert ab. Sie handelt zum einen entgegen dem Erlass, wonach von den Lehrkräften eine neutrale Position in Bezug auf die Maßnahmen und die Impfung einzunehmen ist. Aber natürlich auch rein menschlich ist eine Beeinflussung in jede Richtung – ob politisch oder in der derzeitigen sensiblen Debatte um Masken und Impfung – gegenüber unserer heranwachsenden Jugend strikt abzulehnen.

Auf der anderen Seite muss es allgemein auch ein Signal an unsere Jugend geben, dass wir als Lehrkräfte nicht „Freiwild“ sind. Grundsätzlich könnten rechtswidrige Aufnahmen und zusammengeschnittene Wortfetzen zu welchem Thema auch immer, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, das berufliche „AUS“ einer Lehrkraft bedeuten – und da sind wir beim Thema Mobbing und Vernaderung angelangt.

Die aktuelle Schulsituation basiert auf nach Expertenmeinung rechtswidrigen Verordnungen und Erlässen und die Umsetzung der Maßnahmen bedeutet eine enorme Herausforderung für alle Lehrer. Einige haben ihre Suspendierung und Kündigung in Kauf genommen, weil sie die Verordnungen und Erlässe nicht mehr mittragen wollten oder konnten, obwohl sie ihren Beruf lieben und ihn über Jahrzehnte engagiert ausübten. Wo bleibt bei all dem Rundherum um Testen, Schützen und Befolgen die BILDUNG?

Wir brauchen endlich wieder normale Rahmenbedingungen, die es uns ermöglichen, unseren eigentlichen pädagogischen Aufgaben nachzukommen. Wir sind weder Gesundheitspersonal noch Befehlsempfänger von zum Teil unsinnigen Anweisungen, die in ihrer Häufigkeit und Widersprüchlichkeit eine objektive Sicht verhindern und Verwirrung stiften. Und die letztendlich wirklich krank machen.

 

 

ZUR INFORMATION: DIE FPÖ HAT KÜRZLICH EINE VERFASSUNGSKLAGE GEGEN DIE VERORDNUNG ZU SCHULBEGINN BEIM VERFASSUNGSGERICHTSHOF EINGEBRACHT.

 

 

Unsere Zeitung DIE FREIE MEINUNG wurde mit Schulbeginn an den Großteil der Schulen Österreichs versandt. Sie enthält unterschiedliche Artikel zu Schulthemen. Wir befürchten, dass unser Medium vielfach nicht in den Lehrerzimmern der Schulen gelandet ist oder landen wird. Das zum Thema "Freie Meinungsäußerung"!    19.9.2021

 

 

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Thomas Szekeres fordert, dass die 1 G Regel für Lehrer die 3 G Regel sofort ablösen soll. Dies ist einem Artikel aus "Die Presse" zu entnehmen. Er wird dort mit folgenden Worten zitiert: "Nicht geimpfte Lehrer sollten  nicht unterrichten, weil sie eine Gefahr für Nichtgeimpfte darstellen. Und Schüler sind nun einmal meistens nicht geimpft."  In Anbetracht der derzeit hohen Impfquote unter Lehrern ist diese Forderung völlig unverständlich. Man gewinnt den Eindruck, dass die Pädagogen generell zu den körpernahen Berufen gehören und der gesellschaftliche Mainstream einen Impfzwang vorantreibt. WO BLEIBT DAS THEMA BILDUNG IN DER GANZEN DISKUSSION? Und werden sich die Pädagogen letztendlich einem 3. Impfstich entziehen können?    19.9.2021

 

  

Am 2.9.2021 fand eine Pressekonferenz mit FPÖ Bildungssprecher Hermann Brückl und unserer Obfrau Mag. Dr. Regine Stangl zum Thema Schulstart statt. Zum dritten Mal in Folge starten wir in ein Corona geprägtes Schuljahr mit Impfdruck auf Lehrer, Schüler und Eltern. Das Thema "Bildung" scheint sich dem Thema "Corona" komplett unterzuordnen, Ein Aushebeln der Notenwahrheit, Bildungsrückstände und psychosoziale Schäden beim Lehrpersonal und bei den Kindern und Jugendlichen drohen irreparable Schäden zu hinterlassen. Mehr denn je benötigen wir jedoch motiviertes Lehrpersonal, das den entstandenen Problemen mit Professionalität begegnet. Druck und Repression durch die aktuelle Verordnung demotivieren und deprimieren. Die Frage ist: warum meldet sich die Gewerkschaft nicht endlich zu Wort? 

 

Im Gegenteil: Der Gewerkschaft gehen die derzeitigen Maßnahmen sogar nicht weit genug. Und das bei einer Durchimpfungsrate des Lehrpersonals an Volksschulen von ca. 77 Prozent und an Höheren Schulen von ca. 88 Prozent. Also deutlich über dem Schnitt der österreichischen Bevölkerung. Dem Mobbing gegen eine ungeliebte Berufsgruppe steht nun nichts mehr im Wege! 

Noch beschwichtigt der Minister - doch es mehren sich die Beschwerden, dass die Impfung bereits vereinzelt ein Kriterium für Neuanstellungen ist. LINK ZUR PRESSEKONFERENZ:  https://youtu.be/yJI9TvwmKtk. Abrufbar auch auf FPÖ TV. 

 

 

 

 

 

FPÖ-Verfassungsbeschwerde gegen Schulverordnung

Die FPÖ wird eine Verfassungsbeschwerde gegen die Coronavirus-Schulverordnung für das aktuelle Schuljahr 2021/22 einbringen. Das kündigten der freiheitliche Bildungssprecher Hermann Brückl und Bundesrat und Rechtsanwalt Michael Schilchegger an.

In der Verordnung werde ein indirekter Impfzwang festgeschrieben, und das widerspreche allen schulgesetzlichen Vorgaben. ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hätte eine solche Regelung niemals ohne gesetzliche Basis erlassen dürfen, so der Vorwurf der FPÖ.

„Klare Strafsanktion gegen Lehrer“

„Die neue Covid-19-Schulverordnung zwingt ungeimpfte Lehrer nun auch erstmals dazu, sich mindestens einmal pro Woche einen externen PCR-Test zu organisieren und selbst zu bezahlen. Jene kostenlosen PCR-Tests, die von den Behörden zur Testung von Schülern organisiert werden und in der Schule ohnehin zur Verfügung stehen, werden als Nachweis nicht anerkannt. Es handelt sich hierbei also um eine klare Strafsanktion gegen Lehrer, die sich – aus welchem Grund auch immer – gegen eine Impfung entschieden haben“, erklärte Bundesrat Schilchegger in einer Stellungnahme gegenüber der APA.

Er hat als Rechtsanwalt bereits mehrere Verfassungsbeschwerden gegen Covid-19-Maßnahmen für die FPÖ eingebracht. Im Bereich des Schulwesens habe man in enger Abstimmung mit dem Freiheitlichen Lehrerverband schon vor einem halben Jahr Verfassungsbeschwerden gegen die „unverhältnismäßigen Test- und FFP2-Maskenpflichten an den Schulen eingebracht. Diese Beschwerden sind derzeit zu V 106/2021 und V 107/2021 anhängig“, berichteten Brückl und Schilchegger.

 

red, ORF.at/Agenturen

Jahreshauptversammlung des Freiheitlichen Lehrerverbandes am 29.5.2021 in Bad Hall mit Wahl des neuen Vorstands.

 

Jahreshauptversammlung in Faistenau/ Salzburg 

2020 mit Obmann DI Harald Sander (zweiter von rechts)  und Coaching durch Hermann Altmanninger (im Bild links), sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern.

 

- Wo steht der FLV?

- Wie kann effizient Bildungspolitik im Sinne der       Schulpartnerschaft betrieben werden?

- Wie kann die Kooperation mit der FPÖ aussehen?

- Bildungsthemen unter freiheitlicher Handschrift

  

4.12.2021

 

Ein Standpunkt von: 

Dipl.Ing. Dietmar Wokatsch-Ratzberger, Obmann
BEd Wolfgang Umgeher, Obmannstellvertreter
Dipl. Päd. Klaus Samhaber, Vorstandsmitglied

 

Die Homepage "Lebensmittelwissen für Pädagogen" ist online. Es handelt sich dabei um ein Hochschulprojekt der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik!

Ein Standpunkt von: 

Di Dietmar Wokatsch-Ratzberger 
Klaus Samhaber
Christine Baumgartner
Gerd Faderl

Eine neue Ausgabe unserer Zeitschrift in neuem Design ist hier bereits digital verfügbar!

Klick auf das Bild!

Das Bildungspaket wurde beschlossen.
Die Noten kommen zurück!

Mehr dazu hier!

28. November 2018: Jahreshauptversammlung

im Seminarhotel Rosenberger in Ansfelden

 Vorstandswechsel beim FLV Oberösterreich!

 

Frau Bundesrätin Rosa Ecker (rechts im Bild) übernimmt die Durchführung der Wahl des neuen Vorstandsvorsitzenden.

 

DI Dietmar Wokatsch-Ratzberger wird einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden des FLV Oberösterreich gewählt!

 

Seine Stellvertreter sind nun:

Frau Dr. Ulrike Schmeitzl (2.v.l) und

Wolfgang Umgeher (links im Bild).

Wir bedanken uns beim Vorgänger des Vorstandsvorsitzenden für Oberösterreich DI Harald Sander für sein Engagement und wünschen ihm als Obmann des FLV Österreich viel Tatkraft für diese verantwortungsvolle Funktion!

 

Auch danken wir Mag. Alexander Moosmayr, der bisher als Kassier für uns tätig war, für sein Engagement!

Den Höhepunkt der diesjährigen Lehrertagung bildet das Referat von der bekannten Autorin und Familienexpertin Birgit Kelle zum Thema:

Schule im Spannungsfeld von Familie und Gesellschaft

24. und 25. November 2018: Klausur

im Hotel Miraverde in Bad Hall

Tagesordnungspunkte der Vorstandssitzung waren unter anderem die Vorbereitung für die Generalversammlung im Seminarhotel Rosenberger in Ansfelden und die Wahlvorschläge für den Obmannwechsel in Oberösterreich. 

 

Nach der Vorstandssitzung folgte ein interessanter Vortrag von Mag. Elke Nachtmann mit dem Titel

"Faktor Unterrichtbarkeit"!